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Oliver Koppel / Pauline Pohl / Enno Röben / Philipp Schade IW-Trends Nr. 4 26. November 2019 Unternehmensstandort Deutschland: Standards und Innovationen

Innovationen entstehen zunehmend durch vernetzte Forschung und Kooperationen, die über Unternehmens-, Branchen- und Ländergrenzen hinweg erfolgen. Standards können dazu einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie einen reibungslosen Austausch von Daten ermöglichen und die Vernetzung unterschiedlichster Kooperationspartner fördern oder überhaupt erst möglich machen.

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Oliver Koppel / Pauline Pohl / Enno Röben / Philipp Schade IW-Trends Nr. 4 26. November 2019

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Innovationen entstehen zunehmend durch vernetzte Forschung und Kooperationen, die über Unternehmens-, Branchen- und Ländergrenzen hinweg erfolgen. Standards können dazu einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie einen reibungslosen Austausch von Daten ermöglichen und die Vernetzung unterschiedlichster Kooperationspartner fördern oder überhaupt erst möglich machen.

Innovationen sind immer häufiger das Resultat vernetzter Forschung und unternehmensübergreifender Kooperationen. Standards, die den reibungslosen Austausch von Daten über Unternehmens-, Branchen- und Ländergrenzen hinweg ermöglichen, können dazu einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie die Vernetzung unterschiedlichster Kooperationspartner fördern oder überhaupt erst möglich machen. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung kommt Standards dabei eine besondere Bedeutung zu: Denn die intelligente Vernetzung von Menschen, Maschinen, Produkten und Prozessen im industriellen „Internet der Dinge“ setzt eine übergreifende Sprache für den inner- und überbetrieblichen Datenaustausch voraus. Dafür braucht es einheitliche, nutzerfreundliche und interoperable Standards. In der Praxis sind Standards Dokumente, die Anforderungen, Spezifikationen, Richtlinien oder Merkmale enthalten, die bei durchgängiger Nutzung dafür sorgen, dass Materialien, Produkte, Prozesse und
Dienstleistungen für ihren Zweck geeignet sind. Durch die Nutzung solcher Standards wird sichergestellt, dass kooperierende Unternehmen der Richtigkeit der geteilten Informationen vertrauen und ein gemeinsames Verständnis über ihren Inhalt haben.

Zu den bekanntesten deutschen Standards für das Management von Produktstammdaten zählt eCl@ss. Der eCl@ss-Standard wird international von rund 3.500 Unternehmen eingesetzt. In Deutschland kommen 34,5 Prozent der eCl@ss-Unternehmen aus dem Handel und gut 25 Prozent aus dem Verarbeitenden Gewerbe. Durch Kombinationen aus Buchstaben und Zahlen, die sogenannten eCl@ss-Strukturen, werden Produkte und Dienstleistungen eindeutig klassifiziert und beschrieben. Merkmale wie die Maße eines Bauteils oder dessen Einsatzgebiet können mit dieser standardisierten Struktur erfasst und klar kommuniziert werden. Der Informationsaustausch erfolgt dabei reibungslos über Sprachbarrieren und Schnittstellen hinweg. Der Einsatz von eCl@ss trägt somit zu Prozessinnovationen bei, durch die Abläufe entlang der gesamten Supply Chain, vor allem im Einkauf und im Vertrieb, effizienter gestaltet werden können. Das spart Unternehmen Zeit und Kosten. Aufgrund der einheitlichen Systematik können auch Maschinen in der „eCl@ss-Sprache“ automatisiert kommunizieren. Die Nutzung von Standards ist somit ein wichtiger Enabler der digitalen Transformation in Unternehmen.

In dem folgenden Beitrag wird auf Basis der IW-Patentdatenbank analysiert, welche Bedeutung jene Unternehmen, die den eCl@ss-Standard nutzen, für die Patenttätigkeit
in Deutschland haben. Dabei werden die unterschiedlichen Ergebnisse je nach Konzern- oder Unternehmensebene sowie die Rolle von großen Einzelunternehmen auf Bundesländerebene untersucht.

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