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IW-Policy Paper Nr. 5 14. März 2012 Oliver Koppel Statement zum Artikel „Ingenieure in Deutschland: Keine Knappheit abzusehen“ von Karl Brenke
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Keine Knappheit abzusehen“ von Karl Brenke
IW-Policy Paper Nr. 5 14. März 2012 Oliver Koppel

Statement zum Artikel „Ingenieure in Deutschland: Keine Knappheit abzusehen“ von Karl Brenke

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Oliver Koppel Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Brenkes Berechnungen suggerieren, in Deutschland wären lediglich knapp 580.000 Ingenieure erwerbstätig. Tatsächlich sind es jedoch über 1.600.000 und damit weit mehr als doppelt so viele. Woran liegt das? Brenke ignoriert erstens den gravierenden Unterschied zwischen dem Beruf Ingenieur und dem Bildungsabschluss Ingenieur. Etwa jeder zweite Erwerbstätige mit Bildungsabschluss Ingenieur arbeitet in einem Beruf, der von der Arbeitsmarktstatistik nicht als Ingenieurberuf erfasst wird (Gruppen I und II in Abbildung 1), beispielhaft als Professoren oder Lehrkräfte für technische Fachrichtungen (in der Arbeitsmarktstatistik als Lehrberufe erfasst), als Forschungscontroller oder technischer Vertriebler (wirtschaftswissenschaftliche Berufe), als Geschäftsführer in einem technikaffinen Unternehmen (geschäftsführende Tätigkeit) oder als Patentingenieur (Rechtsberuf).

All diesen Beispielen ist gemein, dass es sich um Tätigkeiten außerhalb des Ingenieurberufs handelt, wie er von der amtlichen Arbeitsmarktstatistik erfasst wird, für deren Ausübung der Abschluss eines Ingenieurstudiums jedoch die Voraussetzung darstellt. So sind das Gros aller Geschäftsführer von Maschinenbauunternehmen Ingenieure, weil das technische Produkt-Know-how von mindestens ebenso großer Bedeutung wie wirtschaftliches Know-how für die Ausübung dieser Tätigkeit ist. Und auch ein Maschinenbauprofessor sollte Maschinenbau studiert haben, wenngleich er in der Logik der Arbeitsmarktstatistik in einem Lehrberuf tätig ist.

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Keine Knappheit abzusehen“ von Karl Brenke
IW-Policy Paper Nr. 5 14. März 2012 Oliver Koppel

Oliver Koppel: Statement zum Artikel „Ingenieure in Deutschland: Keine Knappheit abzusehen“ von Karl Brenke, erschienen im DIW Wochenbericht Nr. 11/2012

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Oliver Koppel Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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