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IW-Trends Nr. 1 28. März 2019 Oliver Koppel / Enno Röben / Judith Wojda Der Beitrag weiblicher Erfinder zu deutschen Patentanmeldungen

Frauen leisten in Deutschland weiterhin nur einen geringen Beitrag zum Patentgeschehen. Bei zuletzt sogar rückläufiger Tendenz entfielen im Jahr 2016 gerade einmal 4,4 Prozent aller nationalen Patentanmeldungen beim Deutschen Patent- und Markenamt auf weibliche Erfinder.

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Der Beitrag weiblicher Erfinder zu deutschen Patentanmeldungen
IW-Trends Nr. 1 28. März 2019 Oliver Koppel / Enno Röben / Judith Wojda

Der Beitrag weiblicher Erfinder zu deutschen Patentanmeldungen

Oliver Koppel / Enno Röben / Judith Wojda Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Frauen leisten in Deutschland weiterhin nur einen geringen Beitrag zum Patentgeschehen. Bei zuletzt sogar rückläufiger Tendenz entfielen im Jahr 2016 gerade einmal 4,4 Prozent aller nationalen Patentanmeldungen beim Deutschen Patent- und Markenamt auf weibliche Erfinder.

Unter den in Deutschland wohnhaften Erfindern mit ausländischer Herkunft lag der entsprechende Anteil jedoch bei 8,2 Prozent und war damit doppelt so hoch wie unter Erfindern mit deutscher Herkunft. Es ist folglich der Migration zu verdanken, dass die Erfinderschaft in Deutschland während des zurückliegenden Jahrzehnts ein wenig weiblicher wurde. Bei Patent­anmeldungen aus der öffentlich finanzierten Grundlagenforschung (z. B. Hochschulen) lag der Frauenanteil bei 8,4 Prozent, bei Unternehmen der Privatwirtschaft, die das Gros aller Patentanmeldungen stellen, hingegen nur bei 4,1 Prozent. Generell sind weibliche Erfinder bevorzugt in Agglomerationsräumen wohnhaft. So liegt ihr entsprechender Anteil in kreisfreien Großstädten bei 6,1 Prozent, in dünn besiedelten Kreisen dagegen nur bei 3,0 Prozent. Der Hauptgrund für den niedrigen Frauenanteil ist die nur wenig patentaffine Studienfach- und Berufswahl, durch die sukzessiv der Großteil der Akademikerinnen der anwendungsorientierten Forschung und Entwicklung verloren geht. In Deutschland ist es trotz intensiver Bemühungen durch Veranstaltungen wie dem Girls‘Day kaum gelungen, Frauen stärker für patentrelevante technisch-naturwissenschaftliche Studiengänge zu begeistern. Entsprechend verharrt der Beitrag weiblicher Erfinder zum Patentgeschehen auf einem niedrigen Niveau.

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IW-Trends Nr. 1 28. März 2019 Oliver Koppel / Enno Röben / Judith Wojda

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Oliver Koppel / Enno Röben / Judith Wojda Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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