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IW-Report Nr. 60 4. Dezember 2023 Michael Grömling IW-Konjunkturumfrage Herbst 2023: Rückprall der Konjunkturerwartungen

Die Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft vom Herbst 2023 signalisiert eine Fortsetzung der ökonomischen Schockstarre in Deutschland. Die Geschäftslage hat sich im Jahresverlauf 2023 wieder deutlich verschlechtert.

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Rückprall der Konjunkturerwartungen
IW-Report Nr. 60 4. Dezember 2023 Michael Grömling

IW-Konjunkturumfrage Herbst 2023: Rückprall der Konjunkturerwartungen

Michael Grömling Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft vom Herbst 2023 signalisiert eine Fortsetzung der ökonomischen Schockstarre in Deutschland. Die Geschäftslage hat sich im Jahresverlauf 2023 wieder deutlich verschlechtert.

Während im Dienstleistungssektor die aktuelle Lagebewertung fast ausgeglichen ist, besteht in der Industrie und vor allem in der Bauwirtschaft ein tiefer Graben zwischen Firmen mit einem Plus und einem Minus im Vorjahresvergleich. Die Geschäftserwartungen haben sich ebenfalls im Jahresverlauf 2023 wieder eingetrübt und sind auf das Niveau vom Herbst 2022 zurückgeprallt. Der Anteil der Betriebe, die für das Jahr 2024 von einer höheren Produktion als im Jahr 2023 ausgehen, beträgt 23 Prozent, der Anteil der Pessimisten dagegen 35 Prozent. Das entspricht dem Erwartungsbild vom Herbst 2022, das stark von den Energiepreisschocks, hoher Inflation und der Befürchtung einer Energiemangellage bestimmt war. Die IW-Konjunkturumfrage zeigt, dass sich im kommenden Jahr keine Wirtschaftsregion im Aufwind befinden wird. Der Rückprall der Konjunkturerwartungen zeigt sich in der Industrie und Bauwirtschaft. 38 Prozent der Industrieunternehmen erwarten im Jahr 2024 eine niedrigere Produktion, dagegen nur 25 Prozent ein Plus. 54 Prozent der Bauunternehmen gehen von einem Produktionsrückgang im Jahr 2024 aus. Nur 13 Prozent können sich eine höhere Produktion als im Jahr 2023 vorstellen. Die Geschäftsperspektiven im Dienstleistungssektor sind nahezu ausgeglichen. In diesem rezessiven Umfeld wird die seit Jahren bestehende Investitionsschwäche auch im Jahr 2024 nicht überwunden. 27 Prozent der Unternehmen erwarten höhere Investitionsausgaben als im Jahr 2023. Der Anteil der Betriebe mit geringeren Investitionsbudgets liegt jedoch bei 36 Prozent. Vor allem in der Bauwirtschaft ist ein erheblicher Investitionsrückgang zu befürchten. Die Langwierigkeit der wirtschaftlichen Schockstarre und die nicht nachlassenden Verunsicherungen schlagen sich am deutschen Arbeitsmarkt negativ nieder und der über lange Zeit erfolgte Beschäftigungsaufbau in Deutschland dürfte vorerst sein Ende gefunden haben. Nur noch 20 Prozent der Unternehmen rechnen mit einem Beschäftigungsaufbau, während 35 Prozent mit einer rückläufigen Anzahl an Mitarbeitern im Jahr 2024 planen. Immerhin 45 Prozent halten ihre Belegschaft konstant.

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IW-Report Nr. 60 4. Dezember 2023 Michael Grömling

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Michael Grömling Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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