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IW-Report Nr. 20 6. Mai 2022 Michael Grömling / Thomas Niebel Konzeptionelle Ansätze zur Messung der Produktivitätseffekte von Digitalisierungskapital

Seit geraumer Zeit lassen die Produktivitätszuwächse in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nach. Dies überrascht insofern, als große und breit angelegte technologische Impulse infolge der digitalen Revolution erwartet werden.

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Konzeptionelle Ansätze zur Messung der Produktivitätseffekte von Digitalisierungskapital
IW-Report Nr. 20 6. Mai 2022 Michael Grömling / Thomas Niebel

Konzeptionelle Ansätze zur Messung der Produktivitätseffekte von Digitalisierungskapital

Ergebnispapier im Projekt „Entwicklung und Messung der Digitalisierung der Wirtschaft am Standort Deutschland” im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

Michael Grömling / Thomas Niebel Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Seit geraumer Zeit lassen die Produktivitätszuwächse in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften nach. Dies überrascht insofern, als große und breit angelegte technologische Impulse infolge der digitalen Revolution erwartet werden.

Eine Analyse für Deutschland weist zunächst auf deutlich nachlassende Produktivitätsimpulse des technischen Fortschritts und vor allem der Kapitalbildung hin. Um die schwächeren Kapitalstock-effekte in Deutschland zu verstehen, wird das Bruttoanlagevermögen nach unterschiedlichen Abgrenzungen betrachtet. Ausgehend von den etablierten Investitions- und Kapitalarten wird diskutiert, wie die empirische Erfassung des Produktionsfaktors Kapital weiterentwickelt werden kann. Der Blick richtet sich dabei auf Intangibles und auf ein breiter definiertes Digitalisierungskapital. Umfassende Indikatoren, um Ausmaß und Entwicklung der generellen Digitalisierung zu beschreiben, bieten zugleich konzeptionelle Ansatzpunkte für eine Definition und Messung von Digitalisierungskapital. Damit kann perspektivisch erfasst werden, welches Digitalisierungskapital für die Inlandsproduktion überhaupt zur Verfügung steht, wie es sich im Zeitablauf entwickelt und welche Wachstums- und Produktivitätsbeiträge aus ihm hervorgehen. Für die Kapitalstockdynamik kommt es darauf an, ob und in welchem Ausmaß die laufenden Investitionen die Abgänge beim Anlagevermögen übertreffen. Jedenfalls lassen ansteigende Investitionen je Arbeitseinheit nicht unbedingt auf eine Zunahme der Kapitalintensität schließen. Besonders moderne Investitionsgüter sind von einem hohen Neuerungstempo und entsprechend hohen Abgängen gekennzeichnet. Dies lässt erwarten, dass selbst vergleichsweise hohe Investitionen auf Basis eines hinsichtlich der Digitalisierung umfassend erweiterten Konzepts nicht unbedingt entsprechend hohe Kapitalstock- und Produktivitätsimpulse auslösen.

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Konzeptionelle Ansätze zur Messung der Produktivitätseffekte von Digitalisierungskapital
IW-Report Nr. 20 6. Mai 2022 Michael Grömling / Thomas Niebel

Konzeptionelle Ansätze zur Messung der Produktivitätseffekte von Digitalisierungskapital

Ergebnispapier im Projekt „Entwicklung und Messung der Digitalisierung der Wirtschaft am Standort Deutschland” im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz.

Michael Grömling / Thomas Niebel Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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