1. Home
  2. Studien
  3. Wie verteilt sich der Wohlstand in Deutschland?: Eine kombinierte Betrachtung von Einkommen und Vermögen
IW-Trends Nr. 3 24. August 2020 Mariano Calderón / Judith Niehues / Maximilian Stockhausen Wie verteilt sich der Wohlstand in Deutschland?: Eine kombinierte Betrachtung von Einkommen und Vermögen

Häufig fokussieren Verteilungsanalysen entweder auf Einkommen oder Vermögen. Ein umfassendes Bild des materiellen Wohlstands der Haushalte ergibt sich erst durch eine kombinierte Betrachtung beider Größen. Die vorliegende Analyse ermittelt daher, wie sich das Einkommen der Haushalte und ihre Zugehörigkeit zu Einkommensschichten verändert, wenn das vorhandene Vermögen hypothetisch auf die erwartete Restlebenszeit aufgeteilt wird.

PDF herunterladen
Eine kombinierte Betrachtung von Einkommen und Vermögen
IW-Trends Nr. 3 24. August 2020 Mariano Calderón / Judith Niehues / Maximilian Stockhausen

Wie verteilt sich der Wohlstand in Deutschland?: Eine kombinierte Betrachtung von Einkommen und Vermögen

IW-Trends

Mariano Calderón / Judith Niehues / Maximilian Stockhausen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Häufig fokussieren Verteilungsanalysen entweder auf Einkommen oder Vermögen. Ein umfassendes Bild des materiellen Wohlstands der Haushalte ergibt sich erst durch eine kombinierte Betrachtung beider Größen. Die vorliegende Analyse ermittelt daher, wie sich das Einkommen der Haushalte und ihre Zugehörigkeit zu Einkommensschichten verändert, wenn das vorhandene Vermögen hypothetisch auf die erwartete Restlebenszeit aufgeteilt wird.

Da höhere Einkommen tendenziell mit höheren Vermögen einhergehen, führt das erweiterte Einkommen zu einer höheren Ungleichheit. Die höhere Konzentration der Vermögen wird jedoch nicht vollständig auf die Einkommen übertragen, da auch ein Teil der Menschen mit geringen und mittleren Einkommen über nennenswerte Vermögen verfügt. Durch die kombinierte Betrachtung wird vor allem deutlich, dass die über 65-Jährigen zwar über unterdurchschnittliche Einkommen verfügen, aber häufiger über höhere Vermögenswerte. Dies führt in Summe zu einer Verbesserung ihrer Wohlstandsposition gegenüber den Jüngeren und zu einem höheren Anteil der Älteren in der oberen Mittelschicht und bei den relativ Reichen, wenn erweiterte Einkommen berücksichtigt werden. Wenngleich es sich um eine hypothetische Betrachtung handelt, die weiterhin mit Unsicherheiten bei der Vermögenserfassung behaftet ist, verdeutlicht die Analyse, dass bei der Abschätzung von Alterseffekten die Berücksichtigung von Vermögen bedeutend ist. Unter Einbeziehung von Vermögen tritt noch deutlicher hervor, dass Ältere unterdurchschnittlich häufig von Armutsrisiken betroffen sind. Die Unterschiede in der kombinierten Ressourcenausstattung sollten bei der Bewertung von Einkommensrisiken Berücksichtigung finden.

Inhaltselement mit der ID 7686
Inhaltselement mit der ID 7687
PDF herunterladen
Eine kombinierte Betrachtung von Einkommen und Vermögen
IW-Trends Nr. 3 24. August 2020 Mariano Calderón / Judith Niehues / Maximilian Stockhausen

Mariano Calderón / Judith Niehues / Maximilian Stockhausen: Wie verteilt sich der Wohlstand in Deutschland? Eine kombinierte Betrachtung von Einkommen und Vermögen

IW-Trends

Mariano Calderón / Judith Niehues / Maximilian Stockhausen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Vermögensverteilung in Deutschland und Europa
iwd 17. September 2026 Judith Niehues / Maximilian Stockhausen

Vermögensverteilung in Deutschland und Europa

In Deutschland beträgt das durchschnittliche Vermögen der Haushalte mit rund 450.000 Euro mehr als in Frankreich, aber weniger als in Belgien oder Luxemburg. Im Vergleich zu den drei Nachbarstaaten ist das Vermögen in der Bundesrepublik allerdings ungleicher verteilt.

Judith Niehues / Maximilian Stockhausen iwd

Artikel lesen
IW-Kurzbericht Nr. 58 1. September 2026 Björn Kauder

Öffentlicher Dienst: Potenziale durch mehr Vollzeit

Der öffentliche Dienst beklagt einen Personalmangel, der sich in den kommenden Jahren noch verschärfen dürfte. Der bezifferte Bedarf ließe sich rein rechne-risch zu einem erheblichen Teil durch eine Auswei-tung der Tätigkeit in Richtung Vollzeit decken.

Björn Kauder IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880