Dabei werden seit der 10. Kalenderwoche 2020 die Einschätzungen der Unternehmen in den großen Wirtschaftsbereichen wöchentlich ermittelt, auch um etwaige sektorale Belastungsunterschiede zu erkennen.
Kein schnelles Ende des Corona-Schocks: Ökonomische Einschätzungen deutscher Unternehmen
IW-Trends
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Dabei werden seit der 10. Kalenderwoche 2020 die Einschätzungen der Unternehmen in den großen Wirtschaftsbereichen wöchentlich ermittelt, auch um etwaige sektorale Belastungsunterschiede zu erkennen.
Zudem werden Informationen über die Ursachen der Betriebsstörungen, also zu den multiplen Angebots- und Nachfrageschocks, erhoben. Die Corona-Pandemie dürfte in Deutschland zum stärksten Konjunktureinbruch in der Nachkriegszeit führen. Auf Basis der regelmäßigen Konjunkturumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft wird eine Orientierung über das Ausmaß und den Verlauf der gegenwärtigen Beeinträchtigungen von unternehmerischen Geschäftsabläufen gesucht. Gemäß der wöchentlich ermittelten Corona-Fieberkurve auf Basis der IW-Konjunkturumfrage waren zuletzt fast zwei Drittel der befragten Unternehmen in Deutschland stark von der Corona-Pandemie beeinträchtigt. Die Belastung hat sich nur zwischenzeitig etwas zurückgebildet, besonders im Dienstleistungssektor, was möglicherweise im Kontext der zeitgleichen Lockerungen bei den Einschränkungen interpretiert werden kann. Im Gegensatz zur Finanzmarktkrise von 2009 werden von Anfang an Industrie und Dienstleister gleichermaßen stark beeinträchtigt. Die Corona-Krise wirft einen langen Schatten auf die deutsche Wirtschaft, denn es zeigt sich bislang jedenfalls keine fundamentale Differenzierung zwischen den kurz- und mittelfristigen Erwartungen der Unternehmen. Vor allem die rückläufige Inlandsnachfrage weist nunmehr eine hohe Bedeutung auf. Angebotsseitig stellen fehlende Vorleistungen aus dem Ausland ein Problem dar, zunehmend aber fehlende inländische Vorprodukte.

Hubertus Bardt / Michael Grömling: Kein schnelles Ende des Corona-Schocks – Ökonomische Einschätzungen deutscher Unternehmen
IW-Trends
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Fünf Hebel für mehr Produktivität
Wie lässt sich die stagnierende Produktivität wieder in Fahrt bringen? Die Kurzstudie „Fünf Produktivitätshebel für Deutschland" im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen analysiert fünf zentrale Handlungsfelder (Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Innovation, Bürokratieabbau und öffentliche Investitionen) und quantifiziert deren Wirkung auf die gesamtwirtschaftliche Produktivität. Grundlage sind internationale ökonometrische Studien sowie Benchmarkvergleiche. Die Ergebnisse machen deutlich: Die Potenziale sind greifbar, es fehlt jedoch an konsequenter Umsetzung.
IW
Verteidigungsausgaben: Warum die Rüstung kaum Wachstum bringt
Die Verteidigungsausgaben steigen bis 2030 auf fast 200 Milliarden Euro – das bringt einen kleinen Wachstumsschub, aber vor allem Schulden, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Mittelfristig sollte der Bund die Verteidigungsausgaben aus dem Haushalt bezahlen.
IW