Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Dies hat auch zur Folge, dass die Lebenszufriedenheit in Deutschland auf einen Höchststand angestiegen ist. Denn erwerbstätige Menschen geben eine signifikant höhere allgemeine Lebenszufriedenheit an als Arbeitslose. Auf Basis der neuesten Befragung des Sozio-oekonomischen Panels zeigt sich, dass rund die Hälfte der Deutschen mit ihrem Leben in hohem Maß zufrieden sind. Nur eine kleine Gruppe von weniger als zwei Prozent der Befragten gibt eine niedrige Zufriedenheit an. Das Ausmaß der Zufriedenheit bleibt im Lauf des Lebens nicht konstant, sondern verläuft sinusförmig. Junge Menschen und Ruheständler kurz vor und nach Renteneintritt sind besonders zufrieden. Personen im Alter von 50 bis zu 60 Jahren sowie Menschen über 80 Jahre sind im Durchschnitt am unzufriedensten. Ein Zusammenhang zwischen Höhe des Einkommens und Ausmaß der Lebenszufriedenheit besteht nur mittelbar. Wer gesund ist, einen Hochschulabschluss erworben hat oder anderen vertraut, ist auch zufriedener. So weisen zum Beispiel 64 Prozent der Personen, die Vertrauen in andere Menschen haben, eine hohe Lebenszufriedenheit auf. Unter den misstrauischeren Befragten sind es nur 30 Prozent. Auch ehrenamtliches Engagement scheint glücklich zu machen. Zwar engagieren sich nur 10 Prozent der Deutschen regelmäßig, ohne hierfür ein Entgelt zu beziehen, dafür sind sie signifikant zufriedener als andere.

IW-Trends

Dominik Enste / Mara Ewers: Lebenszufriedenheit in Deutschland – Entwicklung und Einflussfaktoren

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12. Oktober 2017

Agnes Millack Vielfältiges AbendprogrammArrow

Eine interessante Region zeichnet sich nicht nur durch gute Arbeitsmöglichkeiten aus, sondern auch durch ein ansprechendes und umfangreiches Kultur- und Freizeitangebot. Die größte Dichte gibt es im Saarland. Am vielfältigsten ist eine kleine Stadt in Rheinland-Pfalz. mehr auf iwd.de

Ungleichheit: Medienberichte verunsichern Bürger
Pressemitteilung, 1. September 2017

Matthias Diermeier / Henry Goecke / Judith Niehues / Tobias Thomas Ungleichheit: Medienberichte verunsichern BürgerArrow

Die Medien berichten seit einigen Jahren immer häufiger über Ungleichheit, obwohl sich die Verteilung von Einkommen und Vermögen in Deutschland kaum verändert hat. Das belegt eine gemeinsame Untersuchung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) und von EcoAustria. Die Studie zeigt zudem, dass die Berichterstattung die Menschen verunsichert – zumindest kurzfristig. mehr

24. August 2017

Andrea Hammermann / Oliver Stettes Arbeitnehmer: Schlecht bezahlt und trotzdem glücklich?Arrow

Fast neun von zehn Beschäftigten in der Europäischen Union sind mit ihrem Job zufrieden. Dass das Gehalt und die Karriereperspektiven nicht immer den eigenen Wünschen entsprechen, wirkt sich nur moderat auf die Arbeitszufriedenheit aus. Offenbar werden negative Einflüsse oftmals durch positive Aspekte wettgemacht. mehr auf iwd.de