Besonders betroffen sind davon größere Unternehmen, vor allem in der Grundstoff- und Versorgungsgüterindustrie. Damit sich der Logistikmarkt nicht zu einem volkswirtschaftlichen Hemmschuh entwickelt, müssen die Kapazitäten ausgebaut werden. Dabei steht die Branche aber vor diversen Problemen, die vom Fachkräftemangel über fehlende Logistikimmobilien bis zu Fahrverboten und der Mautausweitung reichen.

Ein reibungsloser Transport ermöglicht erst den Aufbau von komplexen Produktionsnetzwerken, die diverse Produktionsstandorte umfassen. Aber auch die Feinverteilung der Güter benötigt ausgefeilte Logistiknetzwerke. Das gilt insbesondere in Zeiten eines zunehmenden Onlinehandels, der immer kleinteiligere Liefermengen zeitgenau an den Kunden liefern soll. Diese Funktionen können nur erfüllt werden, wenn sowohl die notwendige Transportinfrastruktur, als auch ausreichende Kapazitäten am Markt für Logistikleistungen verfügbar sind. Dass die Verkehrsinfrastruktur dabei ist, zu einem Hemmschuh zu werden, wird inzwischen offen diskutiert. In einer breit angelegten Befragung des Instituts der deutschen Wirtschaft gaben mehr als 67 Prozent der antwortenden Unternehmen an, dass sie durch Infrastrukturmängel regelmäßig in ihrer Geschäftstätigkeit gehemmt werden (Grömling/Puls, 2018). In Fachmedien wird auch das Thema fehlender Kapazitäten am deutschen Logistikmarkt vermehrt diskutiert. Aus diesem Grund wurde in der genannten Befragung auch die aktuelle Entwicklung am Logistikmarkt abgefragt. Unter anderem ging es darum, wie sich die Verfügbarkeit von Logistikleistungen am Markt im Laufe des aktuellen Geschäftsjahres verändert hat. Von den 2.704 antwortenden Unternehmen gaben knapp 40 Prozent an, dass sie am aktuellen Rand mit einer Verschlechterung der Angebotssituation konfrontiert sind, während lediglich knapp 3 Prozent eine Verbesserung meldeten. Die hohe Zahl der Antworten – mehr als 96 Prozent der teilnehmenden Unternehmen gingen auf die Sonderfrage zur Logistik ein – zeigt, dass dieses Thema die Firmen in Deutschland stark umtreibt. Die IW-Befragung liefert zudem wichtige Strukturdaten für die Bewertung der Verfügbarkeit von Logistikleistungen in Deutschland (Abb.)