Der Spitzenverdiener Luxemburg weist hingegen den höchsten Ausgabenanteil im EU-Vergleich für Verkehr und besonders beim Kauf von neuen Kraftfahrzeugen auf. Doch über die Kaufkraft hinaus spielen auch lokale Präferenzen eine wichtige Rolle. So geben die Kroaten anteilsmäßig im EU-Vergleich am meisten Geld für Beherbergungsdienstleis­tungen aus und Griechenland führt das Ranking bei den Ausgaben für Olivenöl an. Was den Anteil von Pauschalreisen an den Konsumausgaben angeht, sind die Deutschen unter den EU-Ländern der Vorreiter.

Nach nahezu drei Dekaden wirtschaftlicher Transformation und Konvergenz haben es die mittel- und osteuropäischen Länder geschafft, den Einkommensabstand zu Westeuropa zu verkleinern. Nach einer in manchen Ländern kurzen, in anderen Ländern längeren Orientierungsphase haben sie einen stabilen Wachstumskurs eingeschlagen, wobei sie erheblich von der räumlichen Nähe an Westeuropa profitierten. Der durchschnittliche bulgarische Bürger verdiente vor 20 Jahren gemessen am kaufkraftbereinigten Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf nur ein Viertel des EU-15-Durchschnitts. Heute sind es bereits über 40 Prozent. Die baltischen Länder konnten den Durchschnittsverdienst sogar noch schneller an Westeuropa annähern. So liegt das kaufkraftbereinigte BIP pro Kopf in der Region aktuell bei über 60 Prozent des EU-15-Durchschnitts – nahezu eine Verdopplung gegenüber dem Jahr 1997.