Patentanmeldungen sind einer der aussagefähigsten Indikatoren zur Messung von Innovationskraft, stellen sie doch in der Regel die notwendige Bedingung für technologiebasierte Innovationen dar. Der vorliegende Kurzbericht analysiert erstmals die Patentleistung der deutschen M+E-Unternehmen und ordnet deren Bedeutung für das Innovationsgeschehen in den einzelnen Bundesländern ein.

Die Daten wurden aus der IW-Patentdatenbank erhoben, die jede einzelne deutsche Patentanmeldung der zurückliegenden Jahre passgenau einem verifizierten Anmelder zuordnet und zu letzteren ergänzende Informationen wie deren Branche, technologisches Portfolio oder Konzernverflechtung beinhaltet. Die Auswertung der Daten erfolgte fraktional, das bedeutet, dass beispielsweise eine gemeinsame Patentanmeldung eines Münchener M+E- und eines Kölner Chemieunternehmens in der Anmelderdimension mit dem Faktor 0,5 der Kategorie M+E und diese halbe Anmeldung in der regionalen Dimension mit dem Faktor 1 München zugerechnet wurde. Anteile ausländischer Ko-Anmelder wurden aus der Zählung ausgeschlossen.

Gemessen wurde die Gesamtheit aller Patente von Anmeldern mit Sitz in Deutschland, die im Jahr 2018 hierzulande Schutzwirkung anstrebten – zum Beispiel über eine Anmeldung beim Deutschen Patent- und Markenamt, Europäischen Patentamt oder der Weltorganisation für geistiges Eigentum. Zur Vermeidung von Doppelzählungen (beispielsweise bei internationalen Folgeanmeldungen) wurde eine Bereinigung auf Ebene von Patentfamilien vorgenommen. Um die Innovationen regional bestmöglich zu verorten, wurden die Daten der Erstanmelder verwendet. Da Patente den Eigentümer wechseln können, hätte eine Analyse auf Ebene der aktuellen Inhaber den Ursprungsort der Innovation verzerrt. Da Patentanmeldungen einer 18-monatigen Offenlegungsfrist unterliegen, bildet 2018 das zum Auswertungszeitpunkt aktuelle Jahr.