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IW-Policy Paper Nr. 4 30. Januar 2015 Hubertus Bardt / Michael Grömling / Michael Hüther Schwache Unternehmensinvestitionen in Deutschland?

Die Unternehmen investieren seit der globalen Wirtschaftskrise eher verhalten in neue Ausrüstungen in Deutschland. Der aus Maschinen und Geräte bestehende Kapitalstock stagniert bereits seit dem Jahr 2008. Das ist die längste Phase ohne einen Kapitalaufbau in diesem Bereich seit 1991.

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Schwache Unternehmensinvestitionen in Deutschland?
IW-Policy Paper Nr. 4 30. Januar 2015 Hubertus Bardt / Michael Grömling / Michael Hüther

Schwache Unternehmensinvestitionen in Deutschland?

Hubertus Bardt / Michael Grömling / Michael Hüther Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die Unternehmen investieren seit der globalen Wirtschaftskrise eher verhalten in neue Ausrüstungen in Deutschland. Der aus Maschinen und Geräte bestehende Kapitalstock stagniert bereits seit dem Jahr 2008. Das ist die längste Phase ohne einen Kapitalaufbau in diesem Bereich seit 1991.

Eine IW-Befragung von 2.900 Unternehmen im Herbst 2014 liefert wichtige Informationen über die gegenwärtigen Investitionshemmnisse in Deutschland. Demnach leiden die Investitionen vor allem unter den großen weltwirtschaftlichen Unsicherheiten. Die investiven Rahmenbedingungen haben sich aber auch in Deutschland verschlechtert. Für die Hälfte der befragten Firmen zählen dazu vor allem die im internationalen Vergleich hohen Energiekosten.

Die Frühverrentung, der Mindestlohn mit seinen umfangreichen Dokumentationspflichten und die geplante strengere Regulierung der Zeitarbeit schaffen ebenfalls zusätzliche Kosten für die Unternehmen – und verringern den „return on investment“. Bevor sich die Politik an teuren Investitionsprogrammen verausgabt, sollte sie sich bemühen, die Angebotsbedingungen für Unternehmen in Deutschland wieder zu verbessern. Hier kann auf drei Ebenen angesetzt werden:

  • Kosten in den Griff bekommen. Deutschland ist ein Hochkostenland. Das gilt nicht nur für die Arbeitskosten, sondern auch für die Energie. Eine Reduktion dieser Belastungen ist ebenso notwendig wie mehr Planungssicherheit für energieintensive Unternehmen.
  • Flexibilität erhalten. Bürokratie und Regulierungen müssen abgebaut und dürfen nicht aufgebaut werden. So könnte für jede neue bürokratische Regelung eine andere wirkungsgleich gestrichen werden.
  • Grundlagen für künftiges Wachstum schaffen. Dazu muss beständig und effektiv in die Infrastruktur investiert werden – nicht im Rahmen von Hauruck-Programmen. Die Mittel für eine ordentliche Infrastruktur sind da – die Politik muss nur Prioritäten setzen. Einen Grund für Steuererhöhungen gibt es nicht.
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Schwache Unternehmensinvestitionen in Deutschland?
IW-Policy Paper Nr. 4 30. Januar 2015 Hubertus Bardt / Michael Grömling / Michael Hüther

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Hubertus Bardt / Michael Grömling / Michael Hüther Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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