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Pressekonferenz Presseveranstaltung 22. November 2016 Nach Trump und Brexit: Konjunkturumfrage Herbst 2016 und Konjunkturprognose 2017

Das reale Bruttoinlandsprodukt wird in Deutschland im Jahr 2017 nur um gut 1 Prozent zulegen, nach rund 1 ¾ Prozent in diesem Jahr. Das ist das Resultat der Herbstprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

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22. Nov
Pressekonferenz Presseveranstaltung 22. November 2016

Nach Trump und Brexit: Konjunkturumfrage Herbst 2016 und Konjunkturprognose 2017

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Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Das reale Bruttoinlandsprodukt wird in Deutschland im Jahr 2017 nur um gut 1 Prozent zulegen, nach rund 1 ¾ Prozent in diesem Jahr. Das ist das Resultat der Herbstprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

Erwartungen der Unternehmen für das kommende Jahr

Saldo aus positiven und negativen Produktionserwartungen in Deutschland in Prozentpunkten

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Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln

Mit dem Wahlausgang in den USA ist die ohnehin schon hohe globale Verunsicherung weiter angestiegen. Das politische und wirtschaftliche Miteinander wird nicht einfacher werden. Es steht die Androhung von Zöllen und Handelsbeschränkungen im Raum. Neue Handelsabkommen mit fairen Bedingungen sind unwahrscheinlich. Hinzu kommt der anstehende Austrittsprozess des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union (EU). Zum einen erhöht sich durch den angekündigten Brexit die konjunkturelle Unsicherheit. Zum anderen stellen sich damit grundsätzliche Fragen zu den weiteren Perspektiven der Union selbst. In den einzelnen Ländern und zwischen den Ländern wird um die Neuausrichtung der Aufgabenverteilung zwischen den nationalen und gemeinschaftlichen Politiken gerungen. Zu den angemessenen wirtschaftspolitischen Maßnahmen mit Blick auf Wachstumsschwäche, Staatsverschuldung, Flüchtlinge und Handelsbeziehungen gibt es in der EU keinen nachhaltigen Konsens und offensichtlich keinen Königsweg.

Zu diesen Unwägbarkeiten kommen die Risiken einer weiterhin nicht ausreichenden Finanzmarktstabilität in Europa. Eine Reihe von Banken hat offensichtlich nicht die hinreichende Eigenkapitalausstattung, um erneute Anspannungen aus eigener Kraft und ohne Ansteckungseffekte im gesamten Finanzsystem zu überwinden. Die gegenwärtige globale Geldpolitik schafft in einigen Wirtschaftsbereichen – Banken, Versicherungen, Immobilien- und Bauwirtschaft – zusätzliche Anpassungslasten. Das Niedrigzinsumfeld birgt die Gefahr von heftigen Wechselkursfluktuationen – nicht nur im Gefüge der Währungen von fortgeschrittenen Ländern, sondern auch mit Blick auf die Schwellenländer. Viele der aufstrebenden Länder leiden zudem unter Governance-Problemen und schwachen marktwirtschaftlichen Institutionen.

Mit Blick auf die weitere wirtschaftliche Entwicklung hierzulande sind auch die Unsicherheiten über die wirtschaftspolitischen Weichenstellungen im Wahlkampf und nach der Bundestagswahl im Herbst 2017 zu bedenken. Auch dies hat unmittelbare Auswirkungen auf das Geschäftsumfeld der deutschen Unternehmen und bremst ihre Anreize, mit Investitionen ihre Produktionskapazitäten zu pflegen und gegebenenfalls zu erweitern.

Die konjunkturelle Expansion setzt sich in Deutschland zwar auch im kommenden Jahr fort. Das Tempo wird wegen der weiter gestiegenen globalen Verunsicherung, ausbleibender Impulse durch sinkende Rohstoffpreise und weniger Arbeitstage im Jahr 2017 aber spürbar nachlassen. Das reale Bruttoinlandsprodukt wird in Deutschland im Jahr 2017 nur um gut 1 Prozent zulegen, nach rund 1 ¾ Prozent in diesem Jahr. Das ist das Resultat der Herbstprognose des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln.

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IW-Forschungsgruppe Konjunktur: Eskalierende Unsicherheit lähmt Investitionen – IW-Konjunkturprognose Herbst 2016

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Hubertus Bardt: Eskalierende Unsicherheit lähmt Investitionen – IW-Konjunkturprognose und IW-Konjunkturumfrage Herbst 2016

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Eskalierende Unsicherheit lähmt Investitionen – IW-Konjunkturprognose und IW-Konjunkturumfrage Herbst 2016

Tabellen und Grafiken

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IW-Konjunkturumfrage und -prognose: Die nächste allgemeine Verunsicherung

IW-Pressemitteilung

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