1. Home
  2. Presse
  3. Presseveranstaltungen
  4. Geldpolitik für die Reichen?
Pressekonferenz Presseveranstaltung 22. Juni 2015 Geldpolitik für die Reichen?

Auswirkungen der Niedrigzinsen auf Ungleichheit und Altersvorsorge

Download Programm
22. Jun
Pressekonferenz Presseveranstaltung 22. Juni 2015

Geldpolitik für die Reichen?

Download Programm

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Auswirkungen der Niedrigzinsen auf Ungleichheit und Altersvorsorge

Verluste und Gewinne durch Niedrigzinsen

Durchschnittliche Verluste an Zinserträgen und Gewinne durch Schuldendiensterleicherung nach Vermögenszehnteln in Deutschland in Euro

1. Zehntel: die 10 Prozent vermögensärmsten Haushalte
10. Zehntel: die 10 Prozent vermögensreichsten Haushalte

<iframe frameborder="0" height="500px" marginheight="0" marginwidth="0" name="Ext" scrolling="auto" src="https://datawrapper.dwcdn.net/kobpa/1/" width="100%"></iframe>

<iframe frameborder="0" height="500px" marginheight="0" marginwidth="0" name="Ext" scrolling="auto" src="https://datawrapper.dwcdn.net/kobpa/1/" width="100%">Ihr Browser kann leider keine eingebetteten Frames anzeigen</iframe>

Die Reichen werden durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) immer reicher und die Armen immer ärmer, behaupten Kritiker. Das widerlegt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) – eher das Gegenteil ist der Fall.

Anleger bekommen bei Banken kaum noch Zinsen für ihre Guthaben. Dafür hat die anhaltende Niedrigzinspolitik der EZB gesorgt. Für Schuldner ist diese Entwicklung aber positiv: Insbesondere jüngere Menschen, die gerade eine Immobile erworben haben und diese mit einer Hypothek finanzieren, müssen weniger Zinsen zahlen als noch vor einigen Jahren. Im Vergleich dazu bekommen Ältere, die tendenziell mehr Ersparnisse als Schulden haben, weniger Zinsen für ihr Erspartes. Da Ältere im Durchschnitt wohlhabender sind als Jüngere, begünstigt die Niedrigzinsphase eher einen Rückgang der Vermögensungleichheit in Deutschland, zeigen die IW-Berechnungen.

Die Wirkung auf die Haushalte mit relativ wenig Vermögen ist zweigeteilt: Die vermögensärmsten zehn Prozent haben meist nur wenige Ersparnisse, dafür höhere Schulden. Sie profitieren, da sie durch die niedrigeren Zinsschulden mehr Geld einsparen als ihnen durch die geringen Guthabenzinsen verloren geht. Die nahezu schuldenfreien Haushalte mit geringem Vermögen stellen sich durch die niedrigen Zinserträge hingegen schlechter. Die reichsten zehn Prozent haben deutlich mehr Spareinlagen als Schulden – bei ihnen überwiegt der Rückgang der Zinserträge den Rückgang der Zinslasten.

Entsprechend profitieren die Vermögenden nicht von der Niedrigzins-Politik der EZB. Denn anders als manch einer vermutet, unterscheidet sich der Anteil von Immobilien und Aktien bei den Vermögensreichen kaum vom Anteil bei anderen Vermögensgruppen: Die Vermögensportfolios der verschiedenen Einkommensgruppen zeigen praktisch keine Unterschiede in der relativen Zusammensetzung der verschiedenen Kapitalarten. „Die Ungleichheit von Vermögen in Deutschland hat durch die aktuell niedrigen Zinsen und steigenden Aktienkurse nicht zugenommen. Der einzige echte Profiteur in Deutschland ist der Staat, der deutlich weniger Zinsen zahlen muss als früher“, sagt IW-Direktor Michael Hüther.

Download Programm

Markus Demary / Judith Niehues: Die Auswirkungen von Niedrigzinsen und unkonventionellen geldpolitischen Maßnahmen auf die Vermögensverteilung

IW policy paper

Download Programm

Download Programm

Geldpolitik für die Reichen? Auswirkungen der Niedrigzinsen auf Ungleichheit und Altersvorsorge

Tabellen

Download Programm

Download Programm

Michael Hüther: Geldpolitik für die Reichen? Auswirkungen der Niedrigzinsen auf Ungleichheit und Altersvorsorge

Statement

Download Programm

Download Programm

Diskussion über Ungleichheit: Niedrigzinspolitik trifft alle

Pressemitteilung

Download Programm

Download Programm

IW-Direktor Michael Hüther:

Audio

Steigende Aktienkurse führen nicht zu mehr Ungleichkeit

Download Programm

Download Programm

Die Vermögenden profitieren nicht von der Geldpolitik

Audio

Download Programm

Download Programm

Audio

Niedrigzinsen schaffen mehr Gleichheit

Download Programm

Mehr zum Thema

Artikel lesen
„Es ist ruhig geworden um den Euro“
Michael Hüther im Handelsblatt-Podcast Audio 9. Februar 2024

25 Jahre Euro: „Es ist ruhig geworden um den Euro“

Vor 25 Jahren wurde der Euro eingeführt, doch die Feierlichkeiten bleiben aus. Im Handelsblatt-Podcast „Economic Challenges“ ziehen IW-Direktor Michael Hüther und HRI-Präsident Bert Rürup Bilanz: Für Deutschland war der Euro ein Glücksfall.

IW

Artikel lesen
Samina Sultan IW-Nachricht 1. Februar 2024

Mercosur: Die EU muss ein Machtwort sprechen

Die französische Regierung hat die EU-Verhandlungen zum Mercosur-Freihandelsabkommen für gescheitert erklärt, ohne Rücksprache mit Brüssel. Damit gibt sie einer einzelnen starken Lobby nach und schadet der gesamten EU. Die Kommission muss für das Abkommen ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880