1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Respekt-Rente: 3,2 Millionen Rentner und Rentnerinnen gehen leer aus
Zeige Bild in Lightbox
(© Foto: iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Jochen Pimpertz Pressemitteilung 14. Februar 2019

Respekt-Rente: 3,2 Millionen Rentner und Rentnerinnen gehen leer aus

Rund 2,8 Millionen Menschen würden von der SPD-Respekt-Rente profitieren. Allerdings würden 3,2 Millionen Menschen keine Aufstockung erhalten, auch wenn sie zeitlebens unterdurchschnittlich verdient haben – denn sie kommen nicht auf die erforderlichen 35 Beitragsjahre. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Besonders in Westdeutschland würden viele Rentner leer ausgehen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Die SPD verspricht mit ihrer Respekt-Rente mehr Gerechtigkeit als bei bisherigen Konzepten. Wer ein Leben lang gearbeitet hat, soll nun deutlich besser abgesichert werden als jemand, der das nicht getan hat. Dafür gelten zwei Kriterien: Zum einen soll die Aufstockung denen zugutekommen, die  während ihres Arbeitslebens im Schnitt 0,2 bis 0,8 Rentenpunkte pro Jahr erworben haben, damit richtet sich das Konzept vor allem an kleine Renten. Zum anderen müssen Rentner mindestens 35 Beitragsjahre vorweisen können. Und daran hapert es oft, zeigt die IW-Studie: Bundesweit haben 3,2 Millionen Rentner im Durchschnitt zwar weniger als 0,8 Rentenpunkte pro Jahr erreicht, allerdings können sie keine 35 Beitragsjahre vorweisen. 

Kein Geld für 2,5 Millionen westdeutsche Rentnerinnen 

Die Respekt-Rente soll laut SPD besonders viele jener Frauen unterstützen, die aufgrund familiärer Auszeiten und Teilzeitarbeit meist nur eine kleine Rente erhalten. Allerdings käme gerade bei ihnen oftmals nichts an, zeigen die IW-Berechnungen: So bekämen in Westdeutschland nur 1,2 Millionen Rentnerinnen die Aufstockung. Rund 2,5 Millionen Rentnerinnen würden dagegen leer ausgehen, weil sie nicht genug Beitragsjahre vorweisen können. In Ostdeutschland würden dagegen 83 Prozent der bedürftigen Rentnerinnen von der neuen Grundrente profitieren. 

Weder bedarfs- noch leistungsgerecht

Bei den Männern ist es ähnlich: Nur 56 Prozent der westdeutschen Rentner bekämen einen Zuschuss, in Ostdeutschland wäre der Anteil mit 91 Prozent deutlich höher. „Die Berechnungen zeigen, dass dieses Rentenkonzept weder bedarfs- noch leistungsgerecht ist“, sagt IW-Ökonom und Studienautor Jochen Pimpertz. „Es sorgt für mehr Ungerechtigkeiten und kommt nicht bei denen an, die tatsächlich von Altersarmut bedroht sind.“
 

Datei herunterladen
11. Februar 2019

Jochen Pimpertz: Respekt-Rente – Selektiv statt systematisch

IW-Kurzbericht

Datei herunterladen

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Rente erst mit 69?
Jochen Pimpertz Audio 21. Juli 2021

Rente erst mit 69?

Das wohl umstrittenste Thema zur Rente ist das Renteneintrittsalter. Dazu gab es unlängst zwei Vorschläge aus der Wissenschaft, die hohe Wellen geschlagen haben. Die Experten sehen es nämlich als unumgänglich an, dass das Rentenalter weiter steigt, auf 69 oder ...

IW

Artikel lesen
Martin Beznoska / Jochen Pimpertz / Maximilian Stockhausen IW-Analyse Nr. 143 13. Juli 2021

Führt eine Bürgerversicherung zu mehr Solidarität?

Das Solidaritätsprinzip prägt die gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Bislang leisten rund vier von zehn Versicherten einen Solidarbeitrag, weil sie mehr einzahlen, als es ihren alters- und geschlechtsabhängigen Durchschnittsausgaben entspricht.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880