1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. IW-Vertrauensindex: Vertrauen ersetzt Kontrolle
Zeige Bild in Lightbox
(© Foto: iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Dominik Enste / Mara Grunewald Pressemitteilung Nr. 55 21. Dezember 2017

IW-Vertrauensindex: Vertrauen ersetzt Kontrolle

Vertrauen ist die Basis zwischenmenschlicher und wirtschaftlicher Beziehungen. Wie ausgeprägt das Vertrauen in 20 europäischen Ländern tatsächlich ist, hat das IW untersucht. Für Deutschland gibt es gute Nachrichten.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Im Alltag müssen Menschen anderen stets und ständig vertrauen: Sie glauben etwa daran, dass andere Verkehrsteilnehmer bei Rot anhalten. In Deutschland herrscht ein vergleichsweise hohes Vertrauen, wie der IW-Vertrauensindex zeigt. Insgesamt landet die Bundesrepublik auf dem fünften Platz und hat sich damit im Vergleich zu 2014 um zwei Ränge verbessert.

In der Kategorie Wirtschaftssystem belegt Deutschland im aktuellen Ranking sogar den ersten Platz. Nirgendwo sonst vertrauen die Menschen stärker in die wirtschaftlichen Prozesse. Grund dafür ist die gute Wirtschaftslage und insbesondere die geringe Arbeitslosenquote, erklärt IW-Ökonom Dominik Enste.

Grundsätzlich zeigt sich, dass Länder mit einem höheren Vertrauensniveau auch ein höheres Bruttoinlandsprodukt pro Kopf haben. Vertrauen lohnt sich also. Allerdings zeigt das Beispiel Großbritannien, dass eine starke Wirtschaft und ein brummender Arbeitsmarkt allein nicht ausschlaggebend sind: Nach der Brexit-Wahl haben die Bürger im Vereinigten Königreich Vertrauen verloren und entsprechend im Ranking Federn gelassen. Landeten die Briten vor drei Jahren noch auf Platz 2, sind sie mittlerweile um vier Ränge abgestürzt.

<iframe class="highcharts-iframe" scrolling="no" src="https://cloud.highcharts.com/embed/ByvIeGtMz/" style="border: 0; width: 100%; height: 700px"></iframe>

Embed-Code für diese Grafik

<iframe class="highcharts-iframe" src="https://cloud.highcharts.com/embed/ByvIeGtMz/" style="border: 0; width: 100%; height: 500px"></iframe>

Fehlt das Vertrauen, muss es durch Kontroll- und Strafmechanismen ersetzt werden. Das ist allerdings mit Kosten verbunden: Müssen der Partner überwacht, die Produkte geprüft oder der Vertrag durchgesehen werden, kostet das Zeit und Geld – sogenannte Transaktionskosten. Vertrauen sich die Parteien gegenseitig, können einige dieser Kosten eingespart werden, die Transaktion wird also effizienter. Nutzt eine Person das Vertrauen ihres Gegenübers aus, zerstört sie ihre Reputation nachhaltig. „Ist der Ruf erst ruiniert, wird es aufwändig und kostenintensiv, sich zu rehabilitieren“, warnt Enste.

Datei herunterladen

IW-Vertrauensindex 2017: Vertrauen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft im europäischen Vergleich

IW policy paper

Datei herunterladen

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Bescheidenheit & Einsicht
Dominik Enste im WDR 5 WDR 5 2. August 2022

Bescheidenheit & Einsicht

Man könne den Energieunternehmen nicht vorwerfen, dass sie versuchen, einen Teil der höheren Einkaufspreise an die Endkunden weiterzugeben, sagt IW-Wirtschaftsethiker Dominik Enste im WDR 5. Das Bundeskartellamt wache darüber, dass keine Übergewinne erzielt ...

IW

Artikel lesen
Jürgen Matthes auf Focus Online Gastbeitrag 28. Mai 2022

Wenn sich deutsche Firmen aus Xinjiang zurückziehen, hilft das den Menschen nicht

Die Xinjiang-Leaks offenbaren in einem historischen Ausmaß grausame Verbrechen an Uiguren in China. Trotzdem dementiert die chinesische Regierung diese Gräueltaten weiterhin. Wie also darauf reagieren? Zehn Empfehlungen von IW-Ökonom Jürgen Matthes für die ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880