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Thilo Schaefer / Galina Kolev IW-Nachricht 23. Dezember 2021

Weihnachten: Mit LED-Lichterketten 100.000 Tonnen CO2 einsparen

Ob am Tannenbaum, an der Haustür oder im Fenster: Für viele Deutsche gehören Lichterketten zum Weihnachtsfest dazu. Immer mehr Haushalte schmücken ihr Zuhause dabei mit LED-Lämpchen. Eine gute Nachricht, denn insgesamt können so 100.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

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In der Advents- und Weihnachtszeit 2020 haben die Deutschen fast 19 Milliarden Lämpchen an Lichterketten brennen lassen – im Vorkrisenjahr 2019 waren es rund zehn Prozent weniger. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov. Viele Haushalte ersetzen dabei ihre alten Glüh- und Halogenlämpchen durch LED-Varianten. Für die Umwelt ist dieser weihnachtliche Klimaschutz von Vorteil: Nach Angaben der Verbraucherzentrale ist der Stromverbrauch der klimaschonenden Lämpchen rund zehn Mal niedriger als bei konventionellen Lichterketten. 

100.000-mal zum Weihnachtsmann und zurück

Wenn sechs Wochen lang die Lichterketten täglich von 16 bis 23 Uhr brennen, spart ein Haushalt pro Lichterkette rund 7,35 Kilowattstunden Strom, was umgerechnet rund 2,8 Kilogramm weniger CO2-Emissionen sind. Würden die gut 40 Millionen deutschen Haushalt ihre alten Lichterketten durch LED-Lämpchen ersetzen, könnten jedes Jahr zur Weihnachtszeit rund 100.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Zum Vergleich: Ein Flug vom Flughafen Köln/Bonn zum Flughafen Longyearbyen auf Spitzbergen in Norwegen, dem angeblichen Wohnort des Weihnachtsmannes, stößt knapp über eine Tonne CO2 pro Person aus. 

Über Nacht die Lichterketten ausschalten

Wer seine alte, funktionierende Lichterkette nicht ersetzen möchte, kann ebenfalls einen Beitrag zum Klimaschutz leisten: In vielen Haushalten brennen die stimmungsvollen Lichter tags und nachts. Dabei machen die Lichter nur am Abend richtig Freude, wenn man gemütlich am Tannenbaum sitzt. Gerade in der kalten Jahreszeit beinhaltet der Strommix weniger erneuerbare Energien, sodass sich über 14 Kilogramm CO2 pro Lichterkette sparen ließen, wenn diese nur von 16 bis 23 Uhr brennen würden. In Anbetracht der hohen Strompreise schont das nicht nur das Klima, sondern auch das Portemonnaie. 

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