1. Home
  2. Presse
  3. IW-Nachrichten
  4. Deutschland braucht qualifizierte Zuwanderung
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Fachkräftegipfel Meseberg IW-Nachricht 20. Juni 2011

Deutschland braucht qualifizierte Zuwanderung

Ob Ingenieur, Informatiker oder Pflegekraft: In einigen Berufen fehlt bereits heute qualifiziertes Personal. In den vergangenen zwölf Monaten ist der deutschen Wirtschaft alleine in Folge nicht besetzbarer MINT-Stellen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) Wertschöpfung in Höhe von etwa 10 Milliarden Euro entgangen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Fachkräftegipfel MesebergQuelle: FotoliaFachkräftegipfel Meseberg

Auf dem morgigen Fachkräftegipfel streitet die Bundesregierung erneut über ein Zuwanderungskonzept. Der große Wurf ist jedoch nicht zu erwarten. Im Vorfeld des Fachkräftegipfels empfahl die Kanzlerin der Wirtschaft vielmehr bereits, sich die nötigen Mitarbeiter vorrangig in Deutschland zu suchen. Sie verkennt dabei offenbar, dass inzwischen selbst die Bundesagentur für Arbeit versucht, im europäischen Ausland geeignete arbeitslose Ingenieure zu rekrutieren, da sie diese im Inland nicht mehr findet.

Immerhin: Die bürokratische Vorrangprüfung – nur, wenn es keinen Bewerber aus Deutschland und der EU gibt, darf ein ausländischer genommen werden – für Ingenieure und Ärzte dürfte künftig entfallen. Eine erfolgreiche Politik darf sich jedoch nicht nur an aktuellen Arbeitsmarktengpässen orientieren, sondern muss vielmehr langfristig ausgerichtet sein. Wer in Meseberg jedoch darauf hofft, dass die Mindestverdienstgrenze für qualifizierte Zuwanderer sinkt, das deutsche Zuwanderungsrecht entbürokratisiert wird oder gar ein qualifikationsorientiertes Zuwanderungskonzept auf den Weg gebracht wird, der dürfte enttäuscht werden.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Fachkräftemangel im Handwerk in NRW – Risiken und Optionen für die Fachkräftesicherung
Lydia Malin / Helen Hickmann / Vico Kutz / Dirk Werner Gutachten 29. Juni 2022

KOFA-Studie 2/2022: Fachkräftemangel im Handwerk in NRW – Risiken und Optionen für die Fachkräftesicherung

Die KOFA-Studie 2/2022 zeigt: der Fachkräftemangel im Handwerk nimmt weiter zu. Fehlten im Jahr 2020 etwa 65.000 Handwerkerinnen und Handwerker bundesweit (KOFA-Studie 1/2021), waren es im Jahr 2021 bundesweit durchschnittlich 87.485 und davon allein gut ...

IW

Artikel lesen
Jasmina Kirchhoff / Lydia Malin / Simon Schumacher IW-Trends Nr. 2 24. Juni 2022

Pharmaindustrie im Wandel: Fachkräftebedarfe in Zeiten transformatorischer Herausforderungen

Der Fachkräftemangel stellt die Unternehmen in Deutschland zunehmend vor große Herausforderungen. Angesichts der demografischen und transformatorischen Aufgaben steht zu befürchten, dass sich die Situation am Standort weiter verschärft.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880