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(© Foto: izusek/iStock)
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Axel Plünnecke in Employland Interview 22. November 2017

Ausländische MINT: Fachkräfte lindern Fachkräftemangel

Der Fachkräftemangel im MINT-Bereich hat ein neues Rekordhoch erreicht. Ohne die steigende Zahl der ausländischen Beschäftigten wäre er noch wesentlich höher. IW-Ökonom Axel Plünnecke erklärt im Interview mit dem Blog der Vermittlungsplattform Employland, wodurch das Beschäftigungswachstum ausländischer Arbeitnehmer im MINT-Bereich begünstigt wird.

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Herr Plünnecke, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen, unsere Fragen zu beantworten. Es ist erfreulich, dass die Zahl der ausländischen Beschäftigten im MINT-Bereich steigt. Doch: Woher kommt es? Klar, das Stichwort lautet Fachkräftemangel – doch auch trotz Fachkräftemangel zeigen sich deutsche Unternehmen generell verhalten, wenn es ums Auslands-Recruiting geht. Ein häufig angegebener Grund: Mangelnde Deutschkenntnisse seien das Problem. Tickt der MINT-Bereich anders? Ist er so flexibel, dass er Fachkräfte aus dem Ausland auch trotz mangelnder oder keiner Deutschkenntnisse einfach integrieren kann?

„Naturwissenschaftliche Gesetze sind weltweit gleich, während Gesetze in den Bereichen Recht oder andere Regelungen in bestimmten Berufen regional unterschiedlich sind”

Deutschkenntnisse sind auch in den MINT-Berufen wichtig. Jedoch fällt es dort oft leichter als in kaufmännischen Berufen, in den Beruf mit weniger guten Kenntnissen einzusteigen und diese im Berufsleben zu erwerben. Dazu sind naturwissenschaftliche Gesetze weltweit gleich, während Gesetze in den Bereichen Recht oder andere Regelungen in bestimmten Berufen regional unterschiedlich sind.

Was sonst begünstigt die Tatsache, dass Unternehmen im MINT-Bereich zunehmend ausländische Arbeitnehmer beschäftigen?

In den MINT-Bereichen gibt es eine sehr hohe Nachfrage. Unter den international Studierenden entscheiden sich in Deutschland überproportional viele für ein MINT-Studium, da dieses sehr gute Einstiegsmöglichkeiten bietet. Aber auch beim Thema Integration zeigen sich die MINT-Berufe als sehr perspektivenreich. So ist die Beschäftigung von Flüchtlingen in den MINT-Berufen im letzten Jahr dynamischer gestiegen als die Beschäftigung in anderen Berufen oder in Helfertätigkeiten. Dies liegt auch daran, dass gerade Unternehmen in Industrie und Handwerk sich stark in der Ausbildung von Flüchtlingen engagieren und sonst noch mehr Ausbildungsplätze insgesamt unbesetzt blieben.

„In den Ingenieurberufen und in der IT ist die Beschäftigung von Ausländern zuletzt besonders dynamisch gestiegen”

Vom MINT-Bereich zu sprechen ist ja sehr weit gefasst – können Sie mir sagen, in welchen MINT-Berufen ausländische Fachkräfte häufig angestellt sind?

In den Ingenieurberufen und in der IT ist die Beschäftigung von Ausländern zuletzt besonders dynamisch gestiegen. In den akademischen MINT-Berufen sind dabei die Beschäftigtenzahlen unter Indern, Chinesen und Spaniern besonders stark gestiegen.

Haben Sie Daten darüber, wie sich die ausländischen Beschäftigten auf die Unternehmen verteilen? Sind es hauptsächlich internationale Konzerne oder sind sie in kleinen und mittelständischen Unternehmen genauso stark vertreten?

Hier haben wir keine Daten. Wir können eher regional sehen, dass die Beschäftigungszuwächse in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen besonders groß sind.

Zum Interview auf blog.employland.de

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