1. Home
  2. Presse
  3. In den Medien
  4. Industriemetallpreis-Index: Metallpreise geben nach – Eisenerzpreis steigt weiter
Zeige Bild in Lightbox
(© Foto: iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 19. Juli 2019

Industriemetallpreis-Index: Metallpreise geben nach – Eisenerzpreis steigt weiter

Zum Ende des ersten Halbjahrs hat sich auf den internationalen Metallmärkten ein prägender Trend fortgesetzt: Die Notierungen für Eisenerz sind im Juni erneut deutlich angestiegen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Seit Anfang des Jahres ist Eisenerz um über 40% teurer geworden. Verglichen mit Ende 2015 ist der Stahlrohstoff heute sogar mehr als zweieinhalb Mal so teuer. Der aktuelle Marktpreis wurde zuletzt vor mehr als fünf Jahren im April 2014 übertroffen. Da sich die anderen Metalle weniger dynamisch entwickelt haben ist das gesamte Preisniveau nur langsam angestiegen. Der Industriemetallpreisindex (IMP-Index), der monatlich vom Institut der deutschen Wirtschaft ermittelt wird, zeigte im Juni nur eine leichte Aufwärtsentwicklung. Mit dem Index wird das Preisniveau der wichtigsten importierten Metalle abgebildet. Da er sich an den Euro-Werten orientiert, bildet er die Perspektive der deutschen metallverarbeitenden Industrieunternehmen ab. Aktuell notiert der IMP-Index bei 354,1 Punkten, 3,1 Punkte oder 0,9% über dem Vormonatswert.

Im Juni hat die Wechselkursentwicklung von Euro und Dollar dazu beigetragen, den Preisanstieg der Metalle für Unternehmen, die ihre Wirtschaftsrechnung in Euro durchführen, deutlich abzubremsen. Ohne die Aufwertung des Euro wären die Metallpreise doppelt so stark angestiegen. Statt einem Plus von 0,9% hätte der Mehraufwand bei 1,9% gelegen und der IMP-Index hätte 357,5 Punkte erreicht.

Mehr für Blei und Silber

Neben Eisenerz ist vor allem auch Gold teurer geworden, das aus Sicherheitsgründen in unruhigeren Zeiten gerne gekauft wird. In Euro gerechnet hat sich der Goldpreis im Juni um fast 5% erhöht bei Eisenerz lag die Teuerung mit über 7,5% jedoch deutlich höher. Preissteigerungen gab es auch bei Blei (über 3,5 %) und Silber (1,5 %). Die beiden Indexschwergewichte Kupfer und Aluminium sind mit Abschlägen von gut 3 beziehungsweise fast 2,5%% für Entlastung verantwortlich. Den stärksten Preisrückgang zeigt Zink (um mehr als 6 %), aber auch Zinn (gut 2,5 %) sowie Nickel und Silber (jeweils etwas stärker als 1,5 %) wurden günstiger.

Inhaltselement mit der ID 6063
Inhaltselement mit der ID 6064
Inhaltselement mit der ID 6062

Mit der jüngsten Entwicklung setzt sich der Trend der vergangenen Monate fort: Der Preis für Eisenerz bewegt sich weiter nach oben, während die anderen Rohstoffe im Durchschnitt etwas günstiger werden. Im Gegensatz zu den vorherigen Monaten hat das aber nicht mehr gereicht, um einen Anstieg des Preisniveaus insgesamt zu verhindern.

Datei herunterladen

Industriemetallpreis-Index

Rohdaten

Datei herunterladen

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Noch Zukunftsmusik: In Wilhelmshaven werden Pipelines für das neue LNG-Terminal verlegt.
Malte Küper / Thilo Schaefer IW-Nachricht 11. November 2022

Gasverbrauch: Gemeinsam gegen die Gasmangellage

Die Industrie spart so viel Gas wie nie zuvor, der bisher milde Winter hilft ebenfalls, eine Notlage zu vermeiden. Um den Umstieg von Gas zu beschleunigen, braucht es Unterstützung, beispielsweise schlankere Genehmigungsverfahren für neue Anlagen. Nicht ...

IW

Artikel lesen
Christoph Schröder bei Das Erste am Morgen ARD 11. November 2022

„Der technische Fortschritt wirkt preissenkend“

Trotz steigender Preise gibt es einige technische Produkte, die davon nicht betroffen sind. Im Gegenteil, einige werden sogar günstiger. IW-Tarifpolitikexperte Christoph Schröder erklärt in einem Interview mit Das Erste am Morgen, woran das liegt.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880