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Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 7. Juni 2018

Industriemetallpreis-Index: Höhere Metallkosten durch schwächeren Euro

Während an den internationalen Metallmärkten zuletzt weitgehend Ruhe herrschte, hat die Euro-Abwertung die Metallpreise für deutsche Abnehmer deutlich in die Höhe getrieben, schreibt IW-Ressourcenökonom Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung.

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Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) legte allein im vergangenen Monat um 3,5 Prozent zu und erreichte damit wieder das Niveau vom Jahresanfang. Der Anstieg des Preisniveaus, der seit Anfang 2016 mit Ausnahme einer deutlichen Korrektur im zweiten Quartal desselben Jahres zu beobachten ist, setzt sich damit fort.

Verarbeitende Industrie ächzt

Der IMP-Index, der monatlich vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ermittelt wird, misst die Entwicklung des Preisniveaus der wichtigsten Metalle in Euro und soll damit die Kostenbelastung der verarbeitenden Industrie in Deutschland abbilden. Der Index wird somit sowohl von den Entwicklungen auf den internationalen Metallmärkten, auf denen in der Regel in Dollar abgerechnet wird, als auch von der Entwicklung des Euro-Dollar-Wechselkurses beeinflusst.

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Im Mai lag der Indexwert mit 346,9 Punkten um 11,7 Zähler höher als im Vormonat. Ohne den Wechselkurseffekt hätte statt einer Steigerung um 3,5 Prozent ein leichter Rückgang um 0,4 Prozent oder 1,4 Punkte zu Buche gestanden. Die Euro-Abwertung im Betrachtungszeitraum von 1,2276 auf 1,1812 Euro je Dollar hat aber einen deutlichen Kostenschub verursacht.

Auf den Metallmärkten kam es im Monatsvergleich nur zu leichten Preisrückgängen bzw. -anstiegen. Spürbar günstiger wurden auf Dollar-Basis Zink (- 4 Prozent), Zinn (- 2 Prozent) und Gold (- 2,3 Prozent), auf Euro-Basis war dagegen nur bei Zink ein geringer Preisrückgang zu verzeichnen. Silber gab in Dollar abgerechnet um 0,9 Prozent nach, die Kupfernotierung sank um 0,4 Prozent. Auf der anderen Seite kam es zu deutlichen Anstiegen - abgerechnet in Dollar - bei Nickel (+ 3,1 Prozent) und Aluminium (+ 2 Prozent), während Eisenerz und Blei jeweils um rund ein halbes Prozent kletterten. Durch die Euro-Abwertung war das Plus mit bis zu 7,1 Prozent bei Nickel für die in Euro ausgestellten Metallrechnungen deutlich höher.

Neben den Metallmärkten sind damit die politischen Entwicklungen in Europa wieder prägend für die Preisentwicklungen geworden. Eine weitere Destabilisierung der Eurozone durch die italienische Finanzpolitik und eine damit verbundene Euro-Abwertung würden die Risiken für steigende Metallpreise für europäische Industrieunternehmen deutlich erhöhen.

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