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Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung Gastbeitrag 8. Dezember 2021

IMP-Index: Euro-Abwertung bremst Metall-Baisse

Zu den gegenwärtig hohen Inflationsraten haben die Metallpreise zuletzt nicht beigetragen. Vielmehr ist das Preisniveau für die wichtigsten Importmetalle im November leicht gesunken, schreibt IW-Geschäftsführer Hubertus Bardt in der Börsen-Zeitung.

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Zu den gegenwärtig hohen Inflationsraten haben die Metallpreise zuletzt nicht beigetragen. Vielmehr ist das Preisniveau für die wichtigsten Importmetalle im November sogar leicht gesunken. Der monatlich ermittelte Industriemetallpreis-Index (IMP-Index) des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln bewegt sich seit Monaten rund um die 500-Punkte-Marke und hat diese mit 492,3 Zählern im November leicht unterschritten. Der Rückgang des Index, der die Europreise der eingeführten Metalle abbildet, belief sich auf 2,3 % oder 11,4 Punkte. Dabei hatte das Euro-Dollar-Austauschverhältnis wesentlichen Einfluss, denn die geringfügige Abwertung des Euro verhinderte einen stärkeren Rückgang. Bei konstanten Wechselkursen wäre das Minus mit 3,8 % deutlich kräftiger ausgefallen.

Zentraler Treiber der jüngsten Entwicklung war der erneute Preiseinbruch von Eisenerz. In Euro gerechnet hat der Grundstoff der Stahlerzeugung binnen eines Monats gut 20 % eingebüßt, verglichen mit dem Vorjahreswert liegt das Minus sogar bei fast 40 %. Noch im Juli hatte Eisenerz einen Rekordpreis erzielt und war mehr als doppelt so teuer wie aktuell.  Mit einem stabilen Eisenerzpreis wäre der IMP-Index auch im November nicht gefallen, sondern um 1 % gestiegen.

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Die anderen Metalle sind in Summe teurer geworden. Ein deutliches Minus von fast 9 % gab es nur bei Aluminium. Kupfer, Blei und Zink sind dagegen geringfügig um 0,6 %, 1,0 % und 0,2 % geklettert. Stärker nach oben ging es hingegen mit Nickel (+4,6 %) und Zinn (+5,5 %).

Höhere Kurse verzeichneten auch die Edelmetalle: Gold notierte 4,2 % fester, Silber sogar 4,9 %. Verglichen mit dem Jahresbeginn haben sich die beiden auch als Wertanlage genutzten Elemente aber nur schwach entwickelt: Gold ist 4,0 % teurer als noch im Januar, mit Silber ging es sogar um 0,2 % bergab.

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