Preistreiber Eisenerz

Der Industriemetallpreis-Index (IMP-Index), mit dem das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln monatlich das Preisniveau der wichtigsten Importpreise misst, überspringt damit zum ersten Mal die Marke von 450 Punkten. Mit 452,4 liegt der Januar-Wert deutlich über der bisherigen Rekordmarke von 447,6 Zählern. Gegenüber dem Vormonat ist der Index um 3,3 Punkte gestiegen. Damit hat sich der Anstieg zwar etwas verlangsamt, gestoppt ist er jedoch nicht.

Wesentlicher Preistreiber war im Januar erneut der Eisenerzpreis. Der Ausgangsrohstoff zur Stahlerzeugung legte innerhalb eines Monats um gut 9 % zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt das Plus auf Euro-Basis sogar bei fast 62 %. In Dollar gerechnet wäre der Zuwachs im Gesamtjahr etwas höher ausgefallen; die leichte Aufwertung des Euro hat Dollar-Importe jedoch etwas verringert. Im Januar-Dezember-Vergleich spielten Wechselkursveränderungen hingegen keine Rolle.