Seit Anfang des Jahres ist Eisenerz um über 40% teurer geworden. Verglichen mit Ende 2015 ist der Stahlrohstoff heute sogar mehr als zweieinhalb Mal so teuer. Der aktuelle Marktpreis wurde zuletzt vor mehr als fünf Jahren im April 2014 übertroffen. Da sich die anderen Metalle weniger dynamisch entwickelt haben ist das gesamte Preisniveau nur langsam angestiegen. Der Industriemetallpreisindex (IMP-Index), der monatlich vom Institut der deutschen Wirtschaft ermittelt wird, zeigte im Juni nur eine leichte Aufwärtsentwicklung. Mit dem Index wird das Preisniveau der wichtigsten importierten Metalle abgebildet. Da er sich an den Euro-Werten orientiert, bildet er die Perspektive der deutschen metallverarbeitenden Industrieunternehmen ab. Aktuell notiert der IMP-Index bei 354,1 Punkten, 3,1 Punkte oder 0,9% über dem Vormonatswert.

Im Juni hat die Wechselkursentwicklung von Euro und Dollar dazu beigetragen, den Preisanstieg der Metalle für Unternehmen, die ihre Wirtschaftsrechnung in Euro durchführen, deutlich abzubremsen. Ohne die Aufwertung des Euro wären die Metallpreise doppelt so stark angestiegen. Statt einem Plus von 0,9% hätte der Mehraufwand bei 1,9% gelegen und der IMP-Index hätte 357,5 Punkte erreicht.

Mehr für Blei und Silber

Neben Eisenerz ist vor allem auch Gold teurer geworden, das aus Sicherheitsgründen in unruhigeren Zeiten gerne gekauft wird. In Euro gerechnet hat sich der Goldpreis im Juni um fast 5% erhöht bei Eisenerz lag die Teuerung mit über 7,5% jedoch deutlich höher. Preissteigerungen gab es auch bei Blei (über 3,5 %) und Silber (1,5 %). Die beiden Indexschwergewichte Kupfer und Aluminium sind mit Abschlägen von gut 3 beziehungsweise fast 2,5%% für Entlastung verantwortlich. Den stärksten Preisrückgang zeigt Zink (um mehr als 6 %), aber auch Zinn (gut 2,5 %) sowie Nickel und Silber (jeweils etwas stärker als 1,5 %) wurden günstiger.