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NRW in discussion Veranstaltung 26. Januar 2016 Vocational Education and Training for Young People in Europe

Fostering mutual learning, forging the future together

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26. Jan
NRW in discussion Veranstaltung 26. Januar 2016

Vocational Education and Training for Young People in Europe

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Fostering mutual learning, forging the future together

Was macht Berufsausbildungssysteme erfolgreich? Über diese zentrale Frage diskutierte das Institut der deutschen Wirtschaft Köln mit Vertreterinnen und Vertretern aus ganz Europa am 26. Januar 2016 in Brüssel. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „NRW im Gespräch“ der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen bei der EU stellte Dirk Werner, Leiter des Kompetenzfelds „Berufliche Qualifizierung und Fachkräfte“ am IW Köln, die englische Version der Studie „Berufsausbildung für Europas Jugend – Voneinander lernen, miteinander gestalten“ dem internationalen Publikum vor. Damit gab er den Anstoß für die anschließende rege Podiumsdebatte, wie man die Berufsausbildung in Europa stärken kann.

Die Studie „Berufsausbildung für Europas Jugend“, die bei der Veröffentlichung im Herbst 2015 in Deutschland bereits auf großes Interesse stieß, wurde nun auch in Englisch mit dem Titel „Vocational Education for Young People in Europe“ einem internationalen Publikum vorgestellt: In Kooperation mit der Landesvertretung NRW lud das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) Vertreterinnen und Vertreter europäischer Institutionen und Stakeholder zu einer Diskussion darüber ein, wie die europäischen Länder die Berufsausbildung attraktiver gestalten können, um so die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Während die Jugendarbeitslosigkeit in einigen europäischen Ländern über 40 Prozent liegt, ist sie in Deutschland und der Schweiz mit rund 8 Prozent vergleichsweise gering. Eine Erklärung hierfür ist das System der dualen Berufsausbildung. Doch welche Faktoren sind es genau, die ein Berufsausbildungssystem erfolgreich machen? Dies wurde anhand von sieben Länderstudien analysiert.

Es zeigt sich, dass vor allem die aktive Beteiligung von Unternehmen und eine starke Einbindung der Sozialpartner entscheidend sind. Aber auch ein gutes Image der Ausbildung, eine qualitativ hochwertige Berufsberatung und ein hohes Maß an Durchlässigkeit im Bildungssystem sind wichtig. Die Umsetzung dieser Aspekte kann in jedem Land sehr unterschiedlich sein. Denn klar ist auch: Was in einem Land funktioniert, muss in einem anderen Land noch lange nicht zum Erfolg führen. Vielmehr müssen sich Reformen in die spezifischen Gegebenheiten vor Ort harmonisch einfügen.

Diese Aspekte griffen auch die Podiumsgäste in Brüssel in der von Sandra Parthie (IW Köln) moderierten Debatte auf:

  • Für Detlef Eckert, Direktor in der Generaldirektion Beschäftigung der Europäischen Kommission, sind es vor allem duale Ausbildungsstrukturen, die Erfolg versprechen und die Jugendarbeitslosigkeit senken können. Und auch die Berufsberatung spielt für ihn eine große Rolle: „Die individuellen Stärken und Ziele der Jugendlichen müssen dabei beachtet werden.“
  • Für Thiébaut Weber, Generalsekretär der Europäischen Gewerkschaftsbundes ETUC, steht ganz klar die Qualität der Ausbildung im Fokus: Die Jugendlichen brauchen eine bestmögliche Vorbereitung für den Arbeitsmarkt.
  • Die Arbeitsmarktpassung ist auch für Robert Plummer, Referent für soziale Angelegenheiten beim europäischen Arbeitgeberverband BUSINESSEUROPE, entscheidend für den Erfolg einer Berufsausbildung: „Unternehmen sollten auf die Fähigkeiten und Kompetenzen der einzelnen Auszubildenden eingehen und diese fördern.“

Insgesamt waren sich das Podium und das Publikum einig: „worked-based learning“, also das Lernen im realen Arbeitsumfeld, ist ein zentraler Faktor für eine erfolgreiche Berufsausbildung. Auch die EU hat dies erkannt und versucht gemeinsam mit den Mitgliedsländern praxisorientiertes und arbeitsplatzbezogenes Lernen stärker zu fördern. Zu diesem Zweck wurde beispielsweise im Juli 2013 die Europäische Ausbildungsallianz gegründet. Diese Allianz bietet eine Plattform, die Ministerien mit Interessenvertretern wie Unternehmen, Sozialpartner, Kammern, Berufsbildungsanbieter, Jugendorganisationen sowie Think-Tanks zusammenführt. Gemeinsames Ziel ist es, die Qualität, das Angebot und die Attraktivität der betrieblichen Ausbildung in Europa zu stärken.

Der Weg hin zu mehr „worked-based learning“ in der EU ist zwar noch lang, muss aber Schritt für Schritt gegangen werden. Die Ergebnisse der Studie „Vocational Education for Young People in Europe“ bestärken die europäischen Akteure noch einmal darin, diesen Weg gemeinsam weiter zu verfolgen.

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Sara-Julia Blöchle / Regina Flake / Tarrin Khairi-Taraki / Markus Körbel / Sarah Pierenkemper / Corinna Rauland / Dirk Werner / Daniel Wörndl: Berufsausbildung für Europas Jugend – Voneinander lernen, miteinander gestalten

Studie zusammen mit der Hans-Böckler-Stiftung, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Vodafone Stiftung Deutschland

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Sara-Julia Blöchle / Regina Flake / Tarrin Khairi-Taraki / Markus Körbel / Sarah Pierenkemper / Corinna Rauland / Dirk Werner / Daniel Wörndl: Vocational Education and Training for Young People in Europe – Fostering mutual learning, forging the future tog

Study in cooperation with Hans-Böckler-Stiftung, Konrad Adenauer Stiftung and Vodafone Stiftung Deutschland

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Dirk Werner: Vocational education and training for young people in Europe – Fostering mutual learning, forging the future together

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