1. Home
  2. Studien
  3. Bestandsaufnahme und Handlungsempfehlungen: Wirtschaftsstandort Hessen
Martin Beznoska / Barbara Engels / Tobias Hentze / Axel Plünnecke / Thomas Puls / Thilo Schaefer / Björn Seipelt / Christopher Thiele / Michael Voigtländer Gutachten 6. August 2018 Bestandsaufnahme und Handlungsempfehlungen: Wirtschaftsstandort Hessen

Der Wirtschaftsstandort Hessen steht gut da und gehört zu den drei wirtschaftsstärksten Ländern Deutschlands. Zuletzt konnte das wirtschaftliche Wachstum aber nicht mehr dem durchschnittlichen Wachstum der anderen Länder mithalten. Nötig sind mehr private und öffentliche Investitionen. Hessen muss dazu die strukturellen Rahmenbedingungen verbessern.

PDF herunterladen
Wirtschaftsstandort Hessen
Martin Beznoska / Barbara Engels / Tobias Hentze / Axel Plünnecke / Thomas Puls / Thilo Schaefer / Björn Seipelt / Christopher Thiele / Michael Voigtländer Gutachten 6. August 2018

Bestandsaufnahme und Handlungsempfehlungen: Wirtschaftsstandort Hessen

Gutachten für die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände

PDF herunterladen

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Der Wirtschaftsstandort Hessen steht gut da und gehört zu den drei wirtschaftsstärksten Ländern Deutschlands. Zuletzt konnte das wirtschaftliche Wachstum aber nicht mehr dem durchschnittlichen Wachstum der anderen Länder mithalten. Nötig sind mehr private und öffentliche Investitionen. Hessen muss dazu die strukturellen Rahmenbedingungen verbessern.

Die Landespolitik hat eine ganze Reihe an Handlungsoptionen: Im Bereich der öffentlichen Finanzen geht es darum, die günstige Lage zu nutzen, um die Konsolidierung fortzusetzen, die Investitionsquote zu erhöhen und die Steuerquote zu senken. Land und Gemeinden bestimmen die standortrelevante Grunderwerbsteuer, die Gewerbesteuer und die Grundsteuer. Bürger und Betriebe sollten entlastet werden, um die privaten Investitionen in Hessen zu steigern.

Die öffentliche Infrastruktur weist Mängel auf, die die Geschäftsabläufe der Unternehmen beeinträchtigen. Aufgrund von Staus kommt es zu Verzögerungen in der Logistik, zudem fehlen Kapazitäten. Zahlreiche Verkehrsprojekte des Bundesverkehrswegeplans werden bislang nicht umgesetzt. Hier besteht großer Investitionsbedarf; gleiches gilt für den Breitbandausbau. Viele hessische Regionen sind schlecht versorgt, was die digitale Vernetzung der Unternehmen erschwert. Auch die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung kommt nur schleppend voran.

Hessen braucht bessere Bedingungen für Innovationen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die Zahl technologieorientierter Neugründungen und der Anteil der Digitalpatente bleiben hinter führenden Innovationsstandorten zurück. Die Landesregierung sollte in Hessen Netzwerke stärker unterstützen und im Bund einer steuerlichen F&E-Förderung zustimmen.

Auf dem hessischen Wohnungsmarkt, insbesondere in den Ballungsräumen, besteht ein Mangel an günstigem Wohnraum, was die Fachkräftesicherung der Unternehmen erschwert. Der Neubau von Wohnungen muss deutlich beschleunigt werden. Dazu müssen in den Ballungsräumen die Kommunen mehr Neubaugebiete ausweisen. Das Land sollte dafür finanzielle Anreize geben. Die infrastrukturellen Rahmenbedingungen, etwa der ÖPNV, sollten verbessert werden, um den Zuzugsdruck in die Städte zu mildern und ländliche Räume aufzuwerten.

In der Energie- und Klimapolitik ist es die vorrangige Aufgabe der hessischen Landesregierung, effizientere Instrumente über ihre Rolle im Bundesrat durchzusetzen, um die staatlich bedingte Strompreisverteuerung zu verringern. Bestehende Mängel – wie hohe und ineffiziente EEG-Zahlungen und teure Netzengpässe – lassen sich nur durch bundespolitisches Engagement beheben. Die Landesregierung sollte für einen raschen und kostengünstigen Ausbau des Stromnetzes eintreten. Beim Klimaschutz muss sie anerkennen, dass effektive und wirtschaftliche Maßnahmen nicht regional oder national, sondern nur auf Ebene der EU greifen können.

PDF herunterladen
Wirtschaftsstandort Hessen
Martin Beznoska / Barbara Engels / Tobias Hentze / Axel Plünnecke / Thomas Puls / Thilo Schaefer / Björn Seipelt / Christopher Thiele / Michael Voigtländer Gutachten 6. August 2018

Martin Beznoska / Barbara Engels / Tobias Hentze / Axel Plünnecke / Thomas Puls / Thilo Schaefer / Björn Seipelt / Christopher Thiele / Michael Voigtländer: Wirtschaftsstandort Hessen – Bestandsaufnahme und Handlungsempfehlungen

Gutachten für die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände

PDF herunterladen

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Ökonomische Verluste nach zwei Jahren Corona-Pandemie
Michael Grömling IW-Kurzbericht Nr. 3 23. Januar 2022

Ökonomische Verluste nach zwei Jahren Corona-Pandemie

In den zwei bisherigen Corona-Jahren gab es in Deutschland einen Wertschöpfungsausfall in Höhe von rund 350 Milliarden Euro. Dabei kam es über die vergangenen acht Quartale zu Konsumeinbußen von 270 Milliarden Euro. Hätte es die Pandemie nicht gegeben, dann ...

IW

Artikel lesen
Dominik Enste / Hans-Peter Klös IW-Policy Paper Nr. 27 1. Dezember 2021

Wachstum, Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit: Tripolare Herausforderungen für die Soziale Marktwirtschaft

In den letzten beiden Dekaden hat sich eine Debatte um das Verhältnis zwischen Wachstum und Wohlstand entsponnen, die zahlreiche neue Konzepte, Indikatoren und Zielbündel hervorgebracht hat. Dies schließt zunehmend die Betonung von Nachhaltigkeitskonzepten mit ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880