Die Weiterbildungsbeteiligung von Individuen unterscheidet sich zwischen Berufen. Als Gründe für diese Unterschiede werden neben der Qualifikationsstruktur in den Berufen vor allem die gestiegenen Arbeitsanforderungen identifiziert:
Einfach nur Arbeit?: Zu Weiterbildung, Einfacharbeit und ausgeübtem Beruf
IW-Report
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Die Weiterbildungsbeteiligung von Individuen unterscheidet sich zwischen Berufen. Als Gründe für diese Unterschiede werden neben der Qualifikationsstruktur in den Berufen vor allem die gestiegenen Arbeitsanforderungen identifiziert:
In Berufen, in denen die Erwerbstätigen häufig unter Termindruck stehen, häufig mehrere Aufgaben gleichzeitig bearbeiten und häufig Neues ausprobieren oder Verfahren verbessern, bilden sich mehr Menschen weiter. Auch in Berufen, in denen sich das Arbeitsumfeld vieler Mitarbeiter durch Innovationen, beispielsweise in Form neuer Computer oder neuer Dienstleistungen, verändert hat, ist die Weiterbildungsbeteiligung hoch. Die Weiterbildungsplanung sollte daher neben den fachlichen Kompetenzen, die für den Umgang mit technischen Neuerungen notwendig sind, auch die Soft Skills berücksichtigten. Denn gerade in Zeiten der Digitalisierung sind diese wichtig, damit Mitarbeiter in agilen Unternehmensstrukturen arbeiten können. Auch ein geringer Anteil an Einfacharbeit geht mit einer höheren Weiterbildungsbeteiligung in einem Beruf einher. Einfacharbeit ist dabei unter anderem durch einen hohen Anteil an Routinetätigkeit und einen geringen Grad an Autonomie gekennzeichnet.
Susanne Seyda / Luisa Wallossek / Michael Zibrowius: Einfach nur Arbeit? Zu Weiterbildung, Einfacharbeit und ausgeübtem Beruf
IW-Report
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Fluktuation: Geringe Dynamik auf dem Arbeitsmarkt
Weil Betriebe aufgrund der schwachen Konjunktur hierzulande weniger Stellen neu besetzen, kündigen weniger Beschäftigte ihre laufenden Verträge, um woanders einen Job anzutreten. Diese geringe Dynamik erschwert Arbeitslosen die Rückkehr in das Erwerbsleben und jungen Menschen den Einstieg in den Beruf.
iwd
Gesellschaftspolitische Spannungen am Arbeitsplatz
Gesellschaftspolitische Diskussionen sind in deutschen Unternehmen weit verbreitet: Nur fünf Prozent der befragten Personalverantwortlichen berichten, diese überhaupt nicht wahrzunehmen.
IW