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IW-Report Nr. 39 23. Oktober 2018 Susanna Kochskämper / Paula Risius / Susanne Seyda Fachkräfteengpass in der Krankenpflege: Wo liegt weiterer Reformbedarf?

Trotz gravierender Veränderungen im Pflegedienst der Krankenhäuser – Zunahme der Teilzeitbeschäftigung, Verkürzung der Verweildauer von Patienten und Verringerung der Pflegebelastungszahl – haben sich die Fachkräfteengpässe in den Gesundheits- und Krankenpflegeberufen in den letzten Jahren verschärft.

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Wo liegt weiterer Reformbedarf?
IW-Report Nr. 39 23. Oktober 2018 Susanna Kochskämper / Paula Risius / Susanne Seyda

Fachkräfteengpass in der Krankenpflege: Wo liegt weiterer Reformbedarf?

IW-Report

Susanna Kochskämper / Paula Risius / Susanne Seyda Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Trotz gravierender Veränderungen im Pflegedienst der Krankenhäuser – Zunahme der Teilzeitbeschäftigung, Verkürzung der Verweildauer von Patienten und Verringerung der Pflegebelastungszahl – haben sich die Fachkräfteengpässe in den Gesundheits- und Krankenpflegeberufen in den letzten Jahren verschärft.

Das geplante Pflegepersonal-Stärkungsgesetz soll diesen Engpass beheben. Es eignet sich jedoch ausschließlich, um kurzfristig Abhilfe zu schaffen. Denn aufgrund der bestehenden Engpässe auf dem Arbeitsmarkt sind jedoch weitere Maßnahmen notwendig, wie beispielsweise der vermehrte Einsatz und die Höherqualifizierung von Pflegehelfern oder die Nutzung neuer digitaler Technologien.

Um den Krankenhäusern hier Spielraum zu schaffen, damit sie individuell entscheiden können, ob sie vermehrt in Personal und/oder neue Technologien investieren, wären flexible Finanzierungsstrukturen sinnvoll - wenn die Qualität gesichert ist. Der Gesetzesentwurf sieht jedoch vor, dass die derzeitige krankenhausindividuelle Pflegepersonalausstattung fortgeschrieben wird. Damit werden aber keine Anreize für Einsparungen gesetzt, auch ein Umschichten von Personalmittel für personalentlastende Prozesse wird ebenfalls nicht honoriert.

Die im Gesetzesentwurf vorgeschlagene Personaluntergrenze ist allenfalls kurzfristig eine Möglichkeit zur Qualitätssicherung, die langfristig jedoch durch andere Maßzahlen, die das gesundheitliche Wohlergehen der Patienten besser erfassen, ergänzt werden sollte. Denn mittelfristig kann eine Personaluntergrenze dazu führen, dass unterschiedliche Pflegequalitäten bei gleichem „Preis“ für die Versicherten bestehen.

Die Finanzierungsstrukturen im Krankenhausbereich, die letztlich strukturelle Probleme hervorrufen wie beispielsweise das der Überkapazitäten an Betten, werden im Gesetzesentwurf nicht grundsätzlich angegangen.. Mit Blick auf die Fachkräfteengpässe wäre dies jedoch ein wichtiger Ansatzpunkt, damit es auf Dauer gelingt, Pflegekräfte in den Bereichen des Gesundheitssystem einzusetzen, in denen sie dringend benötigt werden.

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Wo liegt weiterer Reformbedarf?
IW-Report Nr. 39 23. Oktober 2018 Susanna Kochskämper / Paula Risius / Susanne Seyda

Susanna Kochskämper / Paula Risius / Susanne Seyda: Fachkräfteengpass in der Krankenpflege – Wo liegt weiterer Reformbedarf?

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Susanna Kochskämper / Paula Risius / Susanne Seyda Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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