1. Home
  2. Studien
  3. KOFA-Kompakt: Bauberufe im Juli 2020 – Corona-Spezial
Sebastian Schirner Gutachten 31. August 2020 KOFA-Kompakt: Bauberufe im Juli 2020 – Corona-Spezial

Schon in den vergangenen Jahren waren Bauberufe von starken Fachkräfte-Engpässen betroffen. Dieser KOFA-Kompakt bildet die Fachkräftesituation auf dem deutschen Arbeitsmarkt in Zeiten der Corona-Krise für ausgewählte Bauberufe dar.

PDF herunterladen
Gutachten
Bauberufe im Juli 2020 – Corona-Spezial
Sebastian Schirner Gutachten 31. August 2020

KOFA-Kompakt: Bauberufe im Juli 2020 – Corona-Spezial

KOFA Kompakt

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Schon in den vergangenen Jahren waren Bauberufe von starken Fachkräfte-Engpässen betroffen. Dieser KOFA-Kompakt bildet die Fachkräftesituation auf dem deutschen Arbeitsmarkt in Zeiten der Corona-Krise für ausgewählte Bauberufe dar.

Diese Auswahl umfasst Berufe aus der Bauplanung, der Architektur und Vermessung, den Bereichen Hoch- und Tiefbau, dem (Innen-) Ausbau und der Gebäude- und Versorgungstechnik. Durch die Analyse der Monatsdaten zu Arbeitslosen und gemeldeten Stellen können Handlungsfelder identifiziert werden, die durch die Corona-Krise im Bereich der Fachkräftesicherung für Unternehmen entstehen.

Auch in Baubranche weniger Stellen im Vergleich zum Vorjahr

Die Baubranche hat sich in der Corona-Krise im Vergleich zu vielen anderen Branchen als relativ robust erwiesen. Dennoch ist auch hier die Produktion zurückgegangen (BA 2020, Berichte: Arbeitsmarkt kompakt | Juni 2020). Am Arbeitsmarkt zeigt sich im Juli 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat erstmals seit 2014 ein Rückgang der von Unternehmen gemeldeten offenen Stellen bei gleichzeitiger Zunahme der Arbeitslosen. Ein Teil der steigenden Zahl an Arbeitslosen lässt sich darauf zurückführen, dass während der Corona-Krise weniger arbeitsmarktpolitische Maßnahmen stattfinden konnten (BA 2020, Berichte: Arbeitsmarkt kompakt | Mai 2020).


Weiterhin starke Engpässe in vielen Bauberufen

Die Bauberufe waren in den vergangenen Jahren von starken Fachkräfte-Engpässen betroffen. Trotz des aktuellen Rückganges der Stellen und des Anstieges der Arbeitslosen hat sich die Engpasssituation in vielen Berufen allerdings kaum verbessert. Das liegt auch daran, dass während der Corona-Krise kaum Baustellen geschlossen wurden. In einem Stimmungsbild des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie aus dem Mai 2020 gaben nur 15 Prozent der 370 befragten Mitgliedsfirmen an, dass sie von Schließungen betroffen waren. Für Unternehmen auf der Suche nach Fachkräften der Bauelektrik kamen im Juli 2020 nur 39 passend qualifizierte Arbeitslose auf 100 gemeldete Stellen. Da im Durchschnitt nur jede zweite offene Stelle bei der BA gemeldet wird, besteht bereits bei weniger als 200 Arbeitslosen auf 100 Stellen ein Engpass, bei weniger als 100 Arbeitslosen liegt gar ein starker Fachkräfte-Engpass vor. Bei den Aufsichtskräften im Hochbau und den Experten der Bauplanung und -überwachung bestehen ebenfalls deutliche Engpässe.

PDF herunterladen
Gutachten
Bauberufe im Juli 2020 – Corona-Spezial
Sebastian Schirner Gutachten 31. August 2020

Sebastian Schirmer: KOFA-Kompakt: Bauberufe im Juli 2020 – Corona-Spezial

KOFA Kompakt

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Arbeitsmarkt geht ohne Schwung ins neue Jahr
Franziska Arndt / Gero Kunath / Dirk Werner Gutachten 18. Mai 2024

KOFA Kompakt 5/2024: Arbeitsmarkt geht ohne Schwung ins neue Jahr

Die schwache konjunkturelle Entwicklung der deutschen Wirtschaft zu Beginn dieses Jahres schlägt sich auch im Arbeitsmarkt nieder. Während die Zahl an offenen Stellen im März 2024 im Vergleich zum Vorjahresmonat gesunken ist, hat sich die Zahl an Arbeitslosen ...

IW

Artikel lesen
Alexander Burstedde / Galina Kolev-Schaefer IW-Kurzbericht Nr. 27 12. Mai 2024

Die Kosten des Fachkräftemangels

Am deutschen Arbeitsmarkt fehlen derzeit etwa 573.000 qualifizierte Arbeitskräfte. Wenn Unternehmen diesen Fachkräftebedarf decken könnten, würde das deutsche Produktionspotenzial in 2024 um 1,1 Prozent oder 49 Milliarden Euro höher liegen. Bis zum Jahr 2027 ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880