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IW-Trends Nr. 1 9. März 2022 Ruth Maria Schüler Sorgen um die Altersversorgung in Deutschland: Determinanten und normative Implikationen

Das Rentenniveau wird für zukünftige Rentnergenerationen regelgebunden sinken. Deshalb erfordert eine Absicherung des Lebensstandards im Alter – wie mit den Rentenreformen Anfang der 2000er Jahre eingeleitet – neben der gesetzlichen Rente eine private und betriebliche Vorsorge.

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Determinanten und normative Implikationen
IW-Trends Nr. 1 9. März 2022 Ruth Maria Schüler

Sorgen um die Altersversorgung in Deutschland: Determinanten und normative Implikationen

Ruth Maria Schüler Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Das Rentenniveau wird für zukünftige Rentnergenerationen regelgebunden sinken. Deshalb erfordert eine Absicherung des Lebensstandards im Alter – wie mit den Rentenreformen Anfang der 2000er Jahre eingeleitet – neben der gesetzlichen Rente eine private und betriebliche Vorsorge.

Allerdings sind Formen der betrieblichen und privaten Altersvorsorge in bestimmten Bevölkerungsgruppen, etwa bei Personen mit niedrigen Einkommen, unterdurchschnittlich verbreitet. In der vorliegenden Untersuchung wird dargelegt, wie die Absicherung im Alter aus Sicht von Individuen wahrgenommen wird. Hierfür wird anhand von Daten des Sozio-oekonomischen Panels analysiert, wie die Sorgen um die eigene Altersversorgung in der Bevölkerung verteilt sind. Dabei zeigt sich, dass sich Frauen, Mieter, Geschiedene und Personen mit relativ niedrigem Einkommen mit höherer Wahrscheinlichkeit größere Sorgen um ihre Altersversorgung machen als die entsprechenden Vergleichsgruppen. Zudem geht eine betriebliche Altersvorsorge mit einer niedrigeren Wahrscheinlichkeit einher, sich große Sorgen um die Altersversorgung zu machen. Wenn im Koalitionsvertrag unter anderem ein Prüfauftrag zugunsten einer obligatorischen Vorsorgepflicht mit einer Ausstiegsklausel verabredet wird, dann sprechen die hier vorgestellten empirischen Befunde eher dafür, Bevölkerungsgruppen mit tendenziell hohen Altersarmutsrisiken in den Blick zu nehmen und dort Vorsorgeanstrengungen gezielt zu fördern.

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