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IW-Trends 17. Oktober 2026 Philipp Deschermeier / Michael Grömling / Holger Schäfer Wirtschaftliches Wachstum im demografischen Wandel

Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter wird in Deutschland demografisch bedingt bis zum Jahr 2040 um 4,3 Millionen oder 7,7 Prozent sinken.

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Wirtschaftliches Wachstum im demografischen Wandel
IW-Trends 17. Oktober 2026 Philipp Deschermeier / Michael Grömling / Holger Schäfer

Wirtschaftliches Wachstum im demografischen Wandel

Philipp Deschermeier / Michael Grömling / Holger Schäfer Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter wird in Deutschland demografisch bedingt bis zum Jahr 2040 um 4,3 Millionen oder 7,7 Prozent sinken.

Um die Folgen dieser Entwicklung für das wirtschaftliche Potenzialwachstum abzuschätzen, kann ein „Growth-Accounting“-Ansatz verwendet werden, der das Wachstum des Inlandsprodukts in seine Komponenten Arbeit, Kapital und technologischen Fortschritt zerlegt. Aus der Vorausschätzung der Komponenten kann eine Vorausschätzung für die Wachstumsrate hergeleitet werden. Die künftige Entwicklung des Arbeitsangebots wird bei gegebener Bevölkerungsentwicklung durch den Grad der Ausschöpfung des Arbeitskräftepotenzials determiniert. Eine Vorausschätzung dieses Ausschöpfungsgrads mittels Vektorautoregression zeigt, dass ein Teil des Bevölkerungsrückgangs kompensiert werden könnte, indem vor allem die Erwerbsbeteiligung und Arbeitszeit der rentennahen Jahrgänge weiter zunimmt. Das Kapitalwachstum könnte durch öffentliche Investitionen im Kontext der Sondervermögen und private Investitionen im Kontext von Dekarbonisierung und Digitalisierung moderat steigen. Dies kann auch für den technologischen Fortschritt gelten, der durch die Verbreitung von Künstlicher Intelligenz gestärkt wird. Dämpfende Effekte ergeben sich dagegen durch die Alterung der Gesellschaft selbst. Im Ergebnis kann das Potenzialwachstum bis 2040 bei durchschnittlich 0,7 Prozent im Jahr liegen, wobei die höchsten Werte mit 1,1 Prozent am Ende dieses Zeitraums zu erwarten wären. Damit würde das Wachstum hinter dem der vorangegangenen Zeiträume zurückbleiben. Voraussetzung ist, dass zeitnah eine Reihe angebotsorientierter Reformen umgesetzt wird, die Investitionen stärken und das Arbeitskräftepotenzial mobilisieren.

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