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Paula Risius Gutachten 9. Juni 2022 Erfolgsfaktoren für mehr Digitalisierung in der Ausbildung

Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung verändern sich auch die Tätigkeits- und Berufsprofile. Allein zwischen 2016 und 2019 sind Studien zufolge zu den bislang bereits vorhandenen 8.000 unterscheidbaren beruflichen Tätigkeiten 200 neue hinzugekommen.

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Erfolgsfaktoren für mehr Digitalisierung in der Ausbildung
Paula Risius Gutachten 9. Juni 2022

Erfolgsfaktoren für mehr Digitalisierung in der Ausbildung

Studie im Rahmen des Projektes Netzwerk Q4.0

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Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung verändern sich auch die Tätigkeits- und Berufsprofile. Allein zwischen 2016 und 2019 sind Studien zufolge zu den bislang bereits vorhandenen 8.000 unterscheidbaren beruflichen Tätigkeiten 200 neue hinzugekommen.

Bereits 38,5 Prozent der Unternehmen sind Vorreiter bei der digitalen Ausbildung.

Immer mehr Unternehmen bereiten ihre Auszubildenden umfangreich auf die digitale Arbeitswelt vor. So zählen inzwischen 38,5 Prozent der Unternehmen zu den Ausbildungsunternehmen 4.0 und somit zu den digitalen Vorreitern. Dies entspricht einem Anstieg um knapp zehn Prozentpunkte gegenüber der Ersterhebung des IW-Index „Ausbildungsunternehmen 4.0“ im Jahr 2019. Zu den Second Movern, die bereits einige digitale Maßnahmen umsetzen, gehören 41,1 Prozent der Unternehmen. Der Anteil digitaler Nachzügler, die nur punktuell digitale Maßnahmen in der Ausbildung praktizieren, liegt lediglich bei noch 20,4 Prozent. Besonders erfreulich ist, dass der Anteil der nicht digital aktiven Unternehmen, die auf dem Index keinen einzigen Punkt erreichen, nur noch bei 1,5 Prozent liegt.

Online-Zusammenarbeit und interaktives webbasiertes Lernen sind besonders weit verbreitet.

Die Vermittlung von Kompetenzen steigt parallel zur Nutzung digitaler Technologien an. Dies zeigt sich beispielsweise daran, dass neben einem starken Anstieg in der Nutzung von Cloud-Diensten zugleich eine intensivere Vermittlung digitalen kollaborativen Zusammenarbeitens in der Ausbildung erfolgt. Damit ist das digitale kollaborative Zusammenarbeiten ein gutes Beispiel dafür, dass die Ausbildung den betrieblichen Prozessen und Erfordernissen angepasst wird: Je digitaler das Unternehmen, umso digitaler die Ausbildung. Dieser Zusammenhang kann jedoch in beide Richtungen stattfinden, zum einen dadurch, dass sich die Ausbildung den digitalen Anforderungen im Betrieb anpasst, zum anderen dadurch, dass die Ausbildung Innovationen auch für den Betrieb vorantreibt. Beim Einsatz digitaler Lernformate ist interaktives, webbasiertes Lernen in fast allen Branchen am weitesten verbreitet. Zudem zeigen sich deutliche Unterschiede nach Branchen. Während in der Industrie das digitale Berichtsheft besonders oft zum Einsatz kommt, sind es bei Dienstleistern vor allem Wissensbibliotheken, Wikis und Online-Foren. 

In zwei von drei Unternehmen machen sich Ausbilder regelmäßig fit für die Digitalisierung.

Der Anteil von Unternehmen, in welchen sich Ausbilderinnen und Ausbilder regelmäßig mit neuen Technologien auseinandersetzen und weiterbilden, stagniert auf hohem Niveau. Wie bereits in vorangegangenen Befragungen bilden sich Ausbilderinnen und Ausbilder in etwa zwei Drittel der Unternehmen regelmäßig weiter. Während die Einführung neuer Technologien zu mehr formellen Weiterbildungen führt, ist in Unternehmen mit einer hohen Anzahl digitaler Technologien die informelle und non-formale Weiterbildung weiterverbreitet.

Hemmnisse bei betrieblichen Rahmenbedingungen: Abstimmungs- und Investitionsaufwand erschweren Digitalisierung.

Einige Hindernisse stehen der weiteren Digitalisierung der Ausbildung im Weg. Mit Blick auf betriebliche Rahmenbedingungen gibt etwa die Hälfte der digitalen Nachzüglerunternehmen an, dass der Abstimmungsaufwand bei der Einführung neuer Technologien hoch sei. Vier von zehn Second Movern und Ausbildungsunternehmen 4.0 sehen diese Herausforderung ebenfalls. Ähnlich viele Unternehmen berichten, dass der finanzielle Aufwand zur Beschaffung digitaler Arbeitsund Lernmittel zu hoch sei. Ein weiteres Hemmnis besteht für etwa ein Viertel darin, dass Infrastruktur und Datenschutzbedenken keine weitere Digitalisierung erlauben. Gerade für Unternehmen, die noch ganz am Anfang stehen, kann eine grundständige Beratung zur Chancenabwägung, welche Vor- und Nachteile die Umstellung auf digitale Arbeitsprozesse hat, Vorbehalte abbauen.

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Studie im Rahmen des Projektes Netzwerk Q4.0

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