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Gutachten 24. Oktober 2024 Paula Risius / Lydia Malin / Robert Köppen / Edgar Schmitz / Dirk Werner Lernortkooperation im digitalen Wandel: Mehr ist möglich

Wie die Digitalisierung der Ausbildung weiter vorangetrieben werden kann, hat auch 2023 viele Ausbildungsbetriebe beschäftigt. Insgesamt sind hier im Zeitablauf deutliche Fortschritte festzustellen.

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Lernortkooperation im digitalen Wandel: Mehr ist möglich
Gutachten 24. Oktober 2024 Paula Risius / Lydia Malin / Robert Köppen / Edgar Schmitz / Dirk Werner

Lernortkooperation im digitalen Wandel: Mehr ist möglich

Paula Risius / Lydia Malin / Robert Köppen / Edgar Schmitz / Dirk Werner Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Wie die Digitalisierung der Ausbildung weiter vorangetrieben werden kann, hat auch 2023 viele Ausbildungsbetriebe beschäftigt. Insgesamt sind hier im Zeitablauf deutliche Fortschritte festzustellen.

Viele Ausbilderinnen und Ausbilder widmen sich bereits intensiv der Digitalisierung der Ausbildung, vermitteln ihren Auszubildenden entsprechende Kompetenzen und setzen dafür geeignete Medien gezielt ein. Dabei stehen die Anwendung spezifischer Software, der Umgang mit digitalen Tools zur kollaborativen Zusammenarbeit im Team sowie Wissensmanagement von Informationen im Vordergrund.

Nachwuchsmangel und die Rekrutierung von Auszubildenden sind die größten Herausforderungen

Besonders drängend war zuletzt jedoch neben einer digitalen Gestaltung der Ausbildung die Suche nach Auszubildenden, denn die Rekrutierungsschwierigkeiten machen zahlreichen Betrieben zu schaffen. Knapp drei von vier Ausbilderinnen und Ausbilder erachten den Nachwuchsmangel und die Rekrutierung von Auszubildenden als derzeit wichtigstes Thema. Viele sehen hier die Ausbildungsreife und die Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen als zentrale Handlungsfelder, die ebenfalls digital unterstützt werden können, um den Nachwuchsmangel zu bekämpfen.

Digitale Ausbildung gelingt besser durch die Kooperation mit anderen Lernorten

Unternehmen gelingt eine digital hochwertige Ausbildung besser, je intensiver sie dabei mit anderen Lernorten kooperieren. Hier kommen der Berufsschule und in manchen Bereichen wie dem Handwerk den überbetrieblichen Berufsbildungsstätten eine besondere Rolle zu. Diese Partner sind vor allem für kleine und mittlere Unternehmen wichtig. Daher ist es von großer Bedeutung für die digitale Ausbildung, wie gut und intensiv die Lernortkooperationen aus Sicht von Ausbilderinnen und Ausbildern funktionieren, wo sie Hemmnisse sehen und welche Entwicklungen sie sich wünschen. Dabei bietet die Digitalisierung neue Chancen für eine intensivere Kooperation von Lernorten.

Die Lernortkooperation mit der Berufsschule ist bislang meist nur schwach ausgeprägt

Insgesamt geben zwar viele der befragten Ausbilderinnen und Ausbilder an, mit der Lernortkooperation mit ihrer Berufsschule zufrieden zu sein. Die Zusammenarbeit ist jedoch in den meisten Fällen nur oberflächlich: Bei 51,2 Prozent der Befragten beschränkte sie sich im Jahr 2023 auf den Austausch von Informationen mit der Berufsschule. Immerhin 22,2 Prozent der Befragten gaben an, sich mit der Berufsschule regelmäßig abzustimmen, doch nur 12,3 Prozent berichten über ein inhaltliches Zusammenwirken mit dem Lernort Berufsschule.

Knappe Zeit und fehlende Ideen erschweren die Zusammenarbeit mit der Berufsschule

Die befragten Ausbilderinnen und Ausbilder geben mehrheitlich zahlreiche Ursachen an, welche die Lernortkooperation mit den Berufsschulen hemmen: Es fehlen Zeit, Ideen sowie etablierte Schnittstellen etwa in Form von Austauschformaten. Zudem bremst das vielerorts langsame Tempo bei der Digitalisierung und eine veraltete Ausstattung in den Berufsschulen die Zusammenarbeit.

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