1. Home
  2. Studien
  3. Betriebsratswahlen 2010
IW-Trends Nr. 1 25. März 2011 Oliver Stettes Betriebsratswahlen 2010

Eine Analyse auf Basis einer IW-Umfrage 

PDF herunterladen
Betriebsratswahlen 2010
IW-Trends Nr. 1 25. März 2011 Oliver Stettes

Betriebsratswahlen 2010

Oliver Stettes Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Eine Analyse auf Basis einer IW-Umfrage 

Die Analyse der Betriebsratswahlen 2010 bestätigt den großen Rückhalt der betrieblichen Interessenvertretungen in den Belegschaften. Die Wahlbeteiligung zwischen dem 1. März und 31. Mai 2010 in den mehr als 1.000 untersuchten Unternehmen lag mit gut 79 Prozent auf einem hohen Niveau und bewegte sich in der Größenordnung der vergangenen Wahltermine. Sie ist besonders dort hoch, wo auf das vereinfachte Wahlverfahren zurückgegriffen wird. In knapp drei von vier Untersuchungseinheiten wählen die Arbeitnehmer ihre Interessenvertreter unmittelbar und persönlich aus einer Vorschlagsliste. Die Listenwahl hat daher ein geringeres Gewicht als 2006 und ist vor allem in Unternehmen mit mehr als 1.000 wahlberechtigten Beschäftigten zu finden. Frauen haben im Durchschnitt 29 Prozent der Sitze errungen. Betriebsräte rekrutieren sich in der Regel aus Mitarbeitern der Altersklassen 31 bis 45 und 46 bis 59 Jahre. Der gewerkschaftliche Organisationsgrad bewegt sich im Durchschnitt zwischen gut 49 und 55 Prozent. Er ist in Dienstleistungsbetrieben niedriger als in der Industrie. Das Ausmaß der Zugehörigkeit der betrieblichen Interessenvertreter zu einer DGB-Gewerkschaft sinkt mit einem steigenden Anteil von Frauen und Hochqualifizierten in der Belegschaft. Gremien, in denen viele Betriebsratsmitglieder wiedergewählt worden sind, sind hingegen stärker gewerkschaftlich organisiert. Bei der Wahl ihres Vorsitzenden setzen die Betriebsräte wie in den Jahren zuvor auf Erfahrung und Kontinuität.

Download | PDF

PDF herunterladen
Betriebsratswahlen 2010
IW-Trends Nr. 1 25. März 2011 Oliver Stettes

Betriebsratswahlen 2010

Oliver Stettes Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Ehrlichkeit im Ländervergleich: Der Honesty-Attitude-Behavior-Gap
IW-Trends Nr. 3 29. September 2026 Dominik Enste / Jennifer Potthoff / Augustin Renz

Ehrlichkeit im Ländervergleich: Der Honesty-Attitude-Behavior-Gap

Ehrlichkeit senkt Transaktionskosten und ist damit eine Voraussetzung funktionierender wirtschaftlicher Zusammenarbeit. Bisher wurden ehrliche Einstellungen und ehrliches Verhalten überwiegend getrennt untersucht.

Dominik Enste / Jennifer Potthoff / Augustin Renz IW

Artikel lesen
IW-Trends Nr. 3 17. September 2026 Holger Pfaff* et al.

Soziale Infrastruktur, Kapazitäten und Handlungsfähigkeit von Unternehmen in Deutschland

Der Artikel untersucht die Grundlagen organisationaler Handlungsfähigkeit von Unternehmen auf Basis des AGIL-Modells.

Holger Pfaff* / Susanne Seyda / Thomas Schleiermacher / Jennifer Potthoff / Julia Traue* / Carsten Rusniok* IW

Inhaltselement mit der ID 8880