In Ostdeutschland zeigt sich trotz deutlicher wirtschaftlicher Aufholprozesse ein verbreiteter Pessimismus. Viele Menschen nehmen ihre Region als stagnierend oder abgehängt wahr, obwohl objektive Indikatoren eine positive Entwicklung belegen.
Wirtschaftliche Aufholprozesse in Ostdeutschland unterschätzt?: Implikationen der Demografiekrise an der Wahlurne
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
In Ostdeutschland zeigt sich trotz deutlicher wirtschaftlicher Aufholprozesse ein verbreiteter Pessimismus. Viele Menschen nehmen ihre Region als stagnierend oder abgehängt wahr, obwohl objektive Indikatoren eine positive Entwicklung belegen.
Demografische Herausforderungen verstärken insbesondere in ländlichen Räumen das Gefühl des Abgehängtseins und begünstigen Wahlerfolge von AfD und BSW. Politisch bedeutsam ist, dass gerade dort, wo Zuwanderung am dringendsten gebraucht wird, ihre Ablehnung am stärksten ist.
Für die Regionalpolitik ergibt sich daraus, wirtschaftliche Angleichung mit Strategien zur Bewältigung der Demografiekrise zu verbinden. Erforderlich sind eine offene Kommunikation über Erfolge und Grenzen regionalpolitischen Handelns, die Sicherung von Mindeststandards öffentlicher Daseinsvorsorge, handlungsfähige Kommunen sowie Maßnahmen zur Akzeptanz von Zuwanderung und zur Stärkung zivilgesellschaftlicher Netzwerke.
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Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
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IW
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IW