Seit Jahren wird über Ungleichheit debattiert. Eine Gretchenfrage ist dabei: Steigt die Ungleichheit oder steigt sie nicht? In der Wahrnehmung der Bevölkerung ist der Befund eindeutig.
Ungleichheit(en), ein bekanntes Phänomen?
Artikel im ifo Schnelldienst
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Seit Jahren wird über Ungleichheit debattiert. Eine Gretchenfrage ist dabei: Steigt die Ungleichheit oder steigt sie nicht? In der Wahrnehmung der Bevölkerung ist der Befund eindeutig.
In Umfragen vermutet die Mehrheit der Bundesbürger regelmäßig, dass die Ungleichheit in Einkommen und Vermögen seit Jahren steige. Auch herrscht die mehrheitliche Vorstellung, dass Rentner das größte Armutsrisiko zu tragen haben. Ein Abgleich mit den verfügbaren Daten zeigt jedoch: Weder zeichnen die Daten ein eindeutiges Bild, noch passen die Daten in wesentlichen Befunden zu den Vorstellungen der Bevölkerung. Beides ist dahingehend problematisch, als dass eine robuste Datengrundlage für eine evidenzbasierte Politikberatung unablässig ist und die Umsetzung von wirtschafts- und sozialpolitischen Maßnahmen, beispielsweise zur gezielten Reduzierung von Armut, auch von der Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger abhängt. Wenn der Eindruck entsteht, dass Ungleichheit und Armut trotz konjunkturell günstigen Bedingungen und steigenden Sozialausgaben weiterhin ungebremst steigen, kann das Vertrauen in Politik (ungerechtfertigt) sinken. Daher muss es gleichsam Politik wie Datenanbietern ein wichtiges Anliegen sein, Wissenschaftlern Zugang zu qualitativ hochwertigen Daten zu ermöglichen, die eine robuste und repräsentative Erfassung von Einkommen und Vermögen der privaten Haushalte über die Zeit sicherstellen.
Judith Niehues / Maximilian Stockhausen: Ungleichheit(en), ein bekanntes Phänomen?
Artikel im ifo Schnelldienst
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Vermögensverteilung in Deutschland und Europa
In Deutschland beträgt das durchschnittliche Vermögen der Haushalte mit rund 450.000 Euro mehr als in Frankreich, aber weniger als in Belgien oder Luxemburg. Im Vergleich zu den drei Nachbarstaaten ist das Vermögen in der Bundesrepublik allerdings ungleicher verteilt.
iwd
Öffentlicher Dienst: Potenziale durch mehr Vollzeit
Der öffentliche Dienst beklagt einen Personalmangel, der sich in den kommenden Jahren noch verschärfen dürfte. Der bezifferte Bedarf ließe sich rein rechne-risch zu einem erheblichen Teil durch eine Auswei-tung der Tätigkeit in Richtung Vollzeit decken.
IW