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Judith Niehues / Maximilian Stockhausen Externe Veröffentlichung 12. Februar 2020 Ungleichheit(en), ein bekanntes Phänomen?

Seit Jahren wird über Ungleichheit debattiert. Eine Gretchenfrage ist dabei: Steigt die Ungleichheit oder steigt sie nicht? In der Wahrnehmung der Bevölkerung ist der Befund eindeutig.

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Ungleichheit(en), ein bekanntes Phänomen?
Judith Niehues / Maximilian Stockhausen Externe Veröffentlichung 12. Februar 2020

Ungleichheit(en), ein bekanntes Phänomen?

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Seit Jahren wird über Ungleichheit debattiert. Eine Gretchenfrage ist dabei: Steigt die Ungleichheit oder steigt sie nicht? In der Wahrnehmung der Bevölkerung ist der Befund eindeutig.

In Umfragen vermutet die Mehrheit der Bundesbürger regelmäßig, dass die Ungleichheit in Einkommen und Vermögen seit Jahren steige. Auch herrscht die mehrheitliche Vorstellung, dass Rentner das größte Armutsrisiko zu tragen haben. Ein Abgleich mit den verfügbaren Daten zeigt jedoch: Weder zeichnen die Daten ein eindeutiges Bild, noch passen die Daten in wesentlichen Befunden zu den Vorstellungen der Bevölkerung. Beides ist dahingehend problematisch, als dass eine robuste Datengrundlage für eine evidenzbasierte Politikberatung unablässig ist und die Umsetzung von wirtschafts- und sozialpolitischen Maßnahmen, beispielsweise zur gezielten Reduzierung von Armut, auch von der Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger abhängt. Wenn der Eindruck entsteht, dass Ungleichheit und Armut trotz konjunkturell günstigen Bedingungen und steigenden Sozialausgaben weiterhin ungebremst steigen, kann das Vertrauen in Politik (ungerechtfertigt) sinken. Daher muss es gleichsam Politik wie Datenanbietern ein wichtiges Anliegen sein, Wissenschaftlern Zugang zu qualitativ hochwertigen Daten zu ermöglichen, die eine robuste und repräsentative Erfassung von Einkommen und Vermögen der privaten Haushalte über die Zeit sicherstellen.

 

 

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Ungleichheit(en), ein bekanntes Phänomen?
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