Es zeigt sich, wie stark ein höheres Niveau an Besorgnis in unterschiedlichen Politikfeldern sowie eine besonders negative Perspektive auf die sozio-ökonomische Umwelt mit einer systemischen demokratischen Entfremdung einhergeht.
Eine Informationsplattform für das Ruhrgebiet: der Checkpott
in: Bodo Hombach / Rolf G. Heinze / Michael Hüther (Hrsg.): Auffällig unauffällig?: Wahrnehmungen, Mediennutzung und politische Einstellungsmuster im Ruhrgebiet
Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
Es zeigt sich, wie stark ein höheres Niveau an Besorgnis in unterschiedlichen Politikfeldern sowie eine besonders negative Perspektive auf die sozio-ökonomische Umwelt mit einer systemischen demokratischen Entfremdung einhergeht.
Nicht nur neigen die Besorgten mit einer höheren Wahrscheinlichkeit der rechtspopulistischen AfD zu, vielmehr laufen Menschen, die ein Politikfeld als besonders dringlich empfinden, grundsätzlich Gefahr, sich von der institutionalisierten parlamentarischen Kompromissfindung zu entfernen. Je größer die Besorgnis und je negativer die Perzeption einer Problemlage, desto dringlicher ist demnach der Versuch, die jeweiligen Personengruppen mit seriösen Informationsangeboten zu adressieren. Besonders schwierig stellt sich dieser Versuch jedoch dar, da sich eben diese Bevölkerungsgruppe sukzessive von traditionellen Informationsangeboten entfremdet hat und auch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Verschwörungsmythen und alternativen (digitalen) Informationsquellen nahesteht. Dass auch eine neutrale und niedrigschwellige interaktive Plattform wie der Checkpott selbst mit einer breit angelegten Social-Media-Kampagne diejenigen, die es besonders dringlich zu erreichen gilt, nur unterdurchschnittlich anzusprechen vermag, zeigt die massiven Herausforderungen der (wirtschafts-) politischen Bildungsarbeit auf.
Eine Informationsplattform für das Ruhrgebiet: der Checkpott
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