Ende 2016 verschärfte die chinesische Regierung die Regeln für die Freigabe von Investitionen chinesischer Unternehmen im Ausland. Zum einen wollten die Behörden in China so vermeiden, dass Direktinvestitionen zur Umgehung von Kapitalkontrollen genutzt werden (EIU, 2017,5 ff.). Zum anderen sollten Investitionen in Einklang mit den strategischen Zielen der Regierung gebracht und unproduktive Investments vermieden werden.

Insbesondere gibt China derzeit diejenigen Investitionen frei und unterstützt sie zum Teil massiv, die helfen, die „neue Seidenstraße“ (Belt and Road Initiative) und „Made in China 2025“ zu verwirklichen (EIU, 2017, 6). Die neue Seidenstraße dient mit bis zu 900 Milliarden Euro für Infrastrukturprojekte dazu, den chinesischen Unternehmen neue Märkte zu erschließen, den Handel anzukurbeln und die Position der Volksrepublik in der Welt zu stärken (Zand, 2017). Made in China 2025 zielt auf die Modernisierung der chinesischen Industrie ab. Auch mittels Übernahmen und Beteiligungen soll ausländische durch chinesische Technologie ersetzt und die Industrie der Volksrepublik im globalen Wettbewerb unterstützt werden (Conrad et al., 2016).