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Hubertus Bardt / Michael Grömling IW-Trends Nr. 1 20. Januar 2021 Kein schnelles Ende der Corona-Krise: Mittelfristige Produktions-, Beschäftigungs- und Investitionslücken der deutschen Industrie

Obwohl eine Reihe von Wirtschaftsindikatoren zum Jahresende 2020 eine kräftige Erholung nach den Einbrüchen im Frühjahr signalisiert, wird sich der Weg zu einer Normalkonjunktur in Deutschland noch strecken.

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Mittelfristige Produktions-, Beschäftigungs- und Investitionslücken der deutschen Industrie
Hubertus Bardt / Michael Grömling IW-Trends Nr. 1 20. Januar 2021

Kein schnelles Ende der Corona-Krise: Mittelfristige Produktions-, Beschäftigungs- und Investitionslücken der deutschen Industrie

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Obwohl eine Reihe von Wirtschaftsindikatoren zum Jahresende 2020 eine kräftige Erholung nach den Einbrüchen im Frühjahr signalisiert, wird sich der Weg zu einer Normalkonjunktur in Deutschland noch strecken.

Bei der Bestimmung und Interpretation von Produktionslücken ist zu beachten, dass sich die deutsche Industrie bereits seit Ende 2017 im Rückwärtsgang befindet, seit Mitte 2018 in der Rezession. Im vierten Quartal 2020 lag die Industrieproduktion noch um rund 9 Prozent unter dem Jahresdurchschnitt 2018. Im Rahmen der IW-Konjunkturumfrage wurden die von den Unternehmen erwarteten Produktions-, Beschäftigungs- und Investitionslücken abgefragt. Die Firmen haben bereits im November 2020 eine Zunahme ihrer Produktionslücken für das erste Halbjahr 2021 gesehen. Dies gilt für die Dienstleis­ter, aber auch für die Industrie. Bis zum Jahr 2022 gehen die Produktions-, Beschäftigungs- und Investitionslücken in der Industrie deutlich zurück. Rund die Hälfte der Industriefirmen rechnet auch ab 2022 mit Produktionsausfällen. In denjenigen Industriefirmen, die für das Jahr 2022 von Beeinträchtigungen sprechen, liegt das Ausmaß der Produktionslücke bei rund 5 Prozent. Die größte Lücke wird mit gut 6 Prozent bei den Investitionen zu verzeichnen sein. Die industrielle Beschäftigungslücke dürfte sich auf 4 Prozent belaufen – sofern die Erholung nicht durch eine Verschlechterung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit gefährdet wird.

 

 

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