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Gutachten 4. April 2014 Hubertus Bardt / Esther Chrischilles / Christian Growitsch / Simeon Hagspiel / Lisa Schaupp Eigenerzeugung und Selbstverbrauch von Strom

Stand, Potentiale und Trends

Gutachten
Eigenerzeugung und Selbstverbrauch von Strom
Gutachten 4. April 2014 Hubertus Bardt / Esther Chrischilles / Christian Growitsch / Simeon Hagspiel / Lisa Schaupp

Eigenerzeugung und Selbstverbrauch von Strom

Hubertus Bardt / Esther Chrischilles / Christian Growitsch / Simeon Hagspiel / Lisa Schaupp Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Stand, Potentiale und Trends

Die eigene Erzeugung von Strom und dessen Selbstverbrauch werden für Endenergieverbraucher in sämtlichen wirtschaftlichen Sektoren zunehmend attraktiver. Dieser Trend wird neben sinkenden Kosten für Eigenerzeugungsanlagen und steigenden Endverbraucherpreisen für Strom insbesondere durch indirekte staatliche Anreize gefördert, da für eigenerzeugten und selbstverbrauchten Strom häufig keine Abgaben und Umlagen zu entrichten sind. Hinzu kommt die wachsende Skepsis gegenüber einer zuverlässigen, zentralen Versorgungsqualität sowie Autarkiebestrebungen einzelner Akteure: Industrieunternehmen befürchten die sinkende Qualität der Stromversorgung, auch wenn es dafür zurzeit keinerlei Belege gibt, sowie steigende Stromkosten und erwägen daher die Stromversorgung aus eigener Hand. Auch für Betriebe des Gewerbe, Handels und Dienstleistungssektors (GHD) wird es zunehmend attraktiv, Energiekosten durch die eigene Erzeugung von Strom zu sparen, beispielsweise durch Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplungs- (KWK) Anlagen. Im Bereich privater Haushalte gewinnt vor allem der Verbrauch selbsterzeugten Strom aus Photovoltaik (PV)-Anlagen an Bedeutung.

Während die Selbstversorgung aus Sicht der einzelnen Akteure sinnvoll erscheint, führt diese Entwicklung zu kritischen energie- und gesamtwirtschaftlichen Effekten. Durch die Ausnahmetatbestände werden Investitionsanreize zwischen den Technologien verzerrt. Gleichzeitig verringert sich durch den erhöhten Selbstverbrauch der nicht-privilegierte Letztverbrauch und führt damit zu einem Anstieg der entsprechenden Umlagen für die restlichen Verbraucher. Nicht zuletzt aus diesem Grund ist das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) stärker in die Kritik geraten.

Es wird deutlich, dass sich sowohl die Sach- als auch die Interessenslagen im Bereich Eigenerzeugung und Selbstverbrauch äußerst komplex darstellen. Ziel dieses Gutachtens ist es, das Thema strukturiert aufzuarbeiten und dabei den aktuellen Stand, die Potentiale sowie zukünftige Trends zu ermitteln. Hierzu werden zunächst rechtliche Rahmenbedingungen für Eigenerzeugung und Selbstverbrauch sowie deren Entwicklung im Zeitverlauf und in verschiedenen Branchen aufgezeigt. Anschließend werden Potentiale und mögliche Entwicklungspfade abgeschätzt und sowohl energie- als auch gesamtwirtschaftlich eingeordnet. Darüber hinaus werden die Positionen von Politik und ausgewählten Verbänden in die Analyse einbezogen. Die hierbei gewonnenen Ergebnisse können als Grundlage dienen, um die bestehenden Anreizstrukturen einer kritischen Prüfung zu unterziehen und Ansätze für eine Neuausrichtung zu entwickeln.

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Eigenerzeugung und Selbstverbrauch von Strom

Hubertus Bardt / Esther Chrischilles / Christian Growitsch / Simeon Hagspiel / Lisa Schaupp Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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