Die Umsätze sind sogar um 10,66 Prozent gestiegen und lagen im Jahr 2019 bei einem Wert von 35 Milliarden Euro und damit 3,37 Milliarden Euro über dem Niveau von 2018. Die Auswertungen unterstreichen die große Attraktivität des Wohneigentumsmarktes. Darüber hinaus verdeutlichen die Zahlen, dass sich das Interesse der Anleger weitet, gerade Teile Ostdeutschlands oder auch das bislang vernachlässigte Ruhrgebiet erfahren neues Interesse bei Investoren. Die Großstädte im Osten der Republik nehmen dabei nicht nur bei den Dynamik- Rankings vordere Plätze ein, sondern haben sich auch hinsichtlich der absoluten Werte längst als zentrale Immobilienstandorte Deutschlands etabliert. So schließen Leipzig und Dresden beim Geldumsatz direkt an die Top- 7-Standorte an. In Summe wurden in den beiden Städten Eigentumswohnungen im Wert von 1,69 Milliarden Euro verkauft. Mit Abstand am meisten fließt in die Hauptstadt, wo Eigentumswohnungen im Wert von 6,25 Milliarden Euro verkauft wurden. München konnte im Vergleich zum Vorjahr seinen Abstand zu Berlin jedoch nahezu halbieren, dort wurden 5,55 Milliarden Euro umgesetzt.

Angesichts der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise könnten manche Leser sich fragen, welche Aussagekraft die Daten aus 2019 noch für die weitere Entwicklung des Wohnungsmarktes haben. Schließlich sieht man in einigen Vermögensmärkten bereits Auswirkungen der Krise. Es spricht jedoch viel dafür, dass der Wohnungsmarkt gut durch die Krise kommt und sich wie in der Vergangenheit als sicherer Hafen bewährt. Ursächlich hierfür ist vor allem die nach wie vor günstige Bewertung der Preise unter Einbeziehung der Zinsen sowie der Mangel an Wohnraum gerade in den Ballungsgebieten. Möglicherweise erfährt der Wohnungsmarkt sogar eine weitere Attraktivitätssteigerung, wenn noch mehr Anleger ihr Kapital sichern wollen. Es spricht daher grundsätzlich viel dafür, dass der Markt die positive Entwicklung der letzten Jahre fortsetzen kann.