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Stefan Hradil / Dominik H. Enste / Theresa Eyerund / Jennifer Potthoff Externe Veröffentlichung 27. Oktober 2022 Gespaltene Gesellschaft? Hintergründe, Mythen und Fakten

Im Streit um Impfungen gegen das Coronavirus gibt es bekanntlich zwei Lager, die sich in der deutschen Gesellschaft fast unversöhnlich gegenüberstehen. Die meisten Menschen halten Impfungen für hilfreich und notwendig. Andere meinen dagegen, Impfungen seien zu riskant.

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Gespaltene Gesellschaft? Hintergründe, Mythen und Fakten
Stefan Hradil / Dominik H. Enste / Theresa Eyerund / Jennifer Potthoff Externe Veröffentlichung 27. Oktober 2022

Gespaltene Gesellschaft? Hintergründe, Mythen und Fakten

Roman Herzog Institut (Hrsg.)

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Im Streit um Impfungen gegen das Coronavirus gibt es bekanntlich zwei Lager, die sich in der deutschen Gesellschaft fast unversöhnlich gegenüberstehen. Die meisten Menschen halten Impfungen für hilfreich und notwendig. Andere meinen dagegen, Impfungen seien zu riskant.

Diese Debatte und das Nachdenken über die Hintergründe dieser Lagerbildung haben das Thema einer Spaltung der deutschen Gesellschaft wieder in den Vordergrund öffentlicher Diskurse gerückt. Laut einer Allensbach-Umfrage ist fast jeder zweite Deutsche davon überzeugt, dass die Gesellschaft bei vielen Themen gespalten ist und sich die Meinungen unversöhnlich gegenüberstehen. Nur 17 Prozent sind der Ansicht, dass es einen breiten Konsens in Deutschland gibt (Köcher, 2022).

Ist die deutsche Gesellschaft gespalten – oder sind die Meinungen nur vielfältiger und die Lebensformen bunter geworden?

Stimmen diese Wahrnehmungen mit wissenschaftlichen Fakten überein? Ist Deutschland gespalten oder haben sich nur Meinungen und Lebensformen ausdifferenziert? Erwächst daraus ein Radikalisierungspotenzial? Geben heute die kontroversen Meinungen zur Impfung oder zu angemessenen Reaktionen auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine den Anlass, von gesellschaftlicher Spaltung zu reden, so waren es vor einigen Jahren die Streitigkeiten um Zuwanderungen und zur Bankenkrise, an denen sich die Geister schieden. Darüber hinaus bestehen aber auch Aspekte, die seit Jahrzehnten immer wieder Gründe liefern, gesellschaftliche Spaltung zu thematisieren, zum Beispiel gewachsene Einkommens- und Vermögensunterschiede, die aktuell angesichts explodierender Energiepreise an Brisanz gewonnen haben.

Gesellschaftliche Spaltung ist ein Misstand, der bekämpft werden sollte, um Schlimmeres zu verhindern

Dabei stellen sich manche Fragen: Was genau wird im Lauf der Debatten jeweils unter einer gesellschaftlichen Spaltung verstanden? Welcher Grad der Heterogenität oder des Auseinanderrückens gesellschaftlicher Gruppierungen gibt Anlass, von Spaltung zu reden? Welche Bewertungen und politischen Absichten sind mit der Vokabel »Spaltung« verknüpft? Ist es sinnvoll, heute von Spaltungen zu sprechen, wenn man eingeführte sozialwissenschaftliche Begriffe zurate zieht oder historische und internationale Vergleiche anstellt? Inwieweit gibt es die behaupteten Spaltungen überhaupt?

In der vorliegenden Publikation soll versucht werden, die Debatte zu versachlichen, indem durch Begriffsklärungen, Theorien und empirische Befunde Antworten auf diese Fragen gegeben werden.

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Stefan Hradil / Dominik H. Enste / Theresa Eyerund / Jennifer Potthoff Externe Veröffentlichung 27. Oktober 2022

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Roman Herzog Institut (Hrsg.)

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

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