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IW-Trends Nr. 4 17. Januar 2018 Christoph Schröder Lohnstückkosten im internationalen Vergleich

Das Lohnstückkostenniveau des deutschen Verarbeitenden Gewerbes war auch im Jahr 2016 hoch. Im Durchschnitt lagen die Lohnstückkosten in den Vergleichsländern um 12 Prozent unter dem deutschen Niveau.

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Lohnstückkosten im internationalen Vergleich
IW-Trends Nr. 4 17. Januar 2018 Christoph Schröder

Lohnstückkosten im internationalen Vergleich

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Christoph Schröder Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Das Lohnstückkostenniveau des deutschen Verarbeitenden Gewerbes war auch im Jahr 2016 hoch. Im Durchschnitt lagen die Lohnstückkosten in den Vergleichsländern um 12 Prozent unter dem deutschen Niveau.

Der Euroraum hatte mit 6 Prozent einen halb so großen Kostenvorteil gegenüber Deutschland. Zwar ist auch die Produktivität hierzulande überdurchschnittlich hoch. Dies reicht jedoch nicht aus, um den Nachteil der hohen Arbeitskosten zu kompensieren. Auch bei der Entwicklung der Lohnstückkosten hat Deutschland keinen großen Vorteil erzielt. Gegenüber dem Ausland insgesamt hat sich die Lohnstückkostenposition seit der Einführung des Euro nur geringfügig verbessert. Etwas günstiger schneidet Deutschland im Vergleich zum Euro-Ausland ab: Zwischen 1999 und 2016 hat sich die deutsche Lohnstückkostenposition um 6,4 Prozent verbessert. Dennoch haben sich in fünf Euro-Ländern die Lohnstückkosten gleichzeitig geringfügig bis deutlich günstiger entwickelt als hierzulande. Zum Zeitpunkt der Euro-Einführung war Deutschland jedoch in keiner guten ökonomischen Verfassung. Die Lohnstückkos­tenposition gegenüber dem Euro-Ausland war nicht nur die schlechteste im Untersuchungszeitraum, sondern auch seit der deutschen Einheit. Im Zeitraum 1999 bis 2007 konnte Deutschland seine Kostenwettbewerbsfähigkeit wieder deutlich verbessern und damit die vorangegangenen Fehlentwicklungen korrigieren. Nur in dieser Phase entwickelten sich die industriellen Lohnstückkosten hierzulande günstiger als im Euro-Ausland. Seit dem Jahr 2011 ziehen sie in heimischer Währung jedoch wieder stärker an als bei der Konkurrenz insgesamt und stärker als im Euro-Ausland.

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