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Berthold Busch IW-Trends 25. Juli 2017 Produktions- und Lieferverflechtungen zwischen britischen Branchen, der EU und Deutschland

Geht es nach der britischen Regierung, wird das Vereinigte Königreich mit dem Austritt aus der Europäischen Union auch den Binnenmarkt und die Zollunion verlassen. Das bedeutet, dass der Warenhandel zwischen beiden Wirtschaftsräumen künftig durch nicht-tarifäre Handelshemmnisse, im schlimmsten Fall sogar durch Zölle behindert wird. Dies hat möglicherweise nicht nur Mehrkosten für den Endverbraucher zur Folge.

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Geht es nach der britischen Regierung, wird das Vereinigte Königreich mit dem Austritt aus der Europäischen Union auch den Binnenmarkt und die Zollunion verlassen. Das bedeutet, dass der Warenhandel zwischen beiden Wirtschaftsräumen künftig durch nicht-tarifäre Handelshemmnisse, im schlimmsten Fall sogar durch Zölle behindert wird. Dies hat möglicherweise nicht nur Mehrkosten für den Endverbraucher zur Folge.

Betroffen wären auch Unternehmen im UK und in der EU, die über Wertschöpfungsketten miteinander verbunden sind. Um herauszufinden, welche Wirtschaftszweige davon besonders betroffen wären, wird der Austausch von Vorleistungen auf der Grundlage der World Input-Output Database (WIOD) zwischen 56 Branchen im UK und der EU einerseits und zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland andererseits untersucht. Die meisten britischen Vorleistungsexporte in die EU werden von Dienstleistungsbranchen erbracht. Umgekehrt verschiebt sich das Bild: Acht von zehn Branchen aus der EU mit dem größten Vorleistungsexport in das UK zählen zum Verarbeitenden Gewerbe. Für den wechselseitigen Vorleistungsaustausch zwischen Deutschland und UK werden jeweils die inversen Koeffizienten für die Wirtschaftszweige berechnet. Dies zeigt, wie intensiv diese Branchen untereinander verflochten sind. Beim Vorleistungsbezug deutscher Branchen aus dem UK ist dieser Wert am höchsten für den Sonstigen Fahrzeugbau, gefolgt von der Kokerei- und Mineralölverarbeitung sowie der Metallindustrie. Bei den britischen Vorleistungsbezügen aus Deutschland sind, gemessen an den inversen Koeffizienten, die Autoindustrie und die Chemie am stärksten betroffen.

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Berthold Busch: The network of production and supply links between British industries, the EU and Germany

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