1. Home
  2. Studien
  3. Auf Solidarität muss Solidität folgen
Berthold Busch / Jürgen Matthes in der Zeitschrift für Politikwissenschaft Externe Veröffentlichung 15. Februar 2022 Auf Solidarität muss Solidität folgen

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) haben sich in den letzten beiden Jahrzehnten in erheblichem Ausmaß solidarisch mit einzelnen Ländern verhalten, die in finanzielle Schwierigkeiten gekommen sind. Solidarität ist keine Einbahnstraße, sie erfordert Gegenseitigkeit.

Datei herunterladen
Auf Solidarität muss Solidität folgen
Berthold Busch / Jürgen Matthes in der Zeitschrift für Politikwissenschaft Externe Veröffentlichung 15. Februar 2022

Auf Solidarität muss Solidität folgen

Datei herunterladen Zitieren

Kopieren Sie die Informationen:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Institut der deutschen Wirtschaft Institut der deutschen Wirtschaft

Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) haben sich in den letzten beiden Jahrzehnten in erheblichem Ausmaß solidarisch mit einzelnen Ländern verhalten, die in finanzielle Schwierigkeiten gekommen sind. Solidarität ist keine Einbahnstraße, sie erfordert Gegenseitigkeit.

Diese können die Mitgliedstaaten leisten, indem sie auf mehr Solidität in der nationalen Finanz- und Wirtschaftspolitik setzen. Die erste große Solidaritätsaktion reagierte auf die Euro-Schuldenkrise. Trotz wirtschaftspolitischer Fehler und der Tatsache, dass die Krise in dieser Tiefe selbst verursacht war, bewiesen die übrigen EU-Staaten Solidarität. Sie gingen dabei erhebliche finanzielle Risiken für ihre eigenen Steuerzahler ein, indem sie umfassende Unterstützungsmaßnahmen ergriffen und einen Euro-Rettungsfonds etablierten. Solidarisch zeigte sich die EU mit umfangreichen Hilfspaketen auch in der CoronaPandemie. Auf das erste Corona-Krisenpaket der EU vom Mai 2020 folgte ein als Next Generation EU (NGEU) bezeichnetes Aufbauinstrument. Es umfasst ein Volumen von fast 807 Milliarden Euro. Der größte Teil davon fließt in die Aufbau- und Resilienzfazilität und soll für Investitionen und Reformen in den Mitgliedstaaten der EU eingesetzt werden. Die Auszahlung der Mittel ist an Aufbau- und Resilienzpläne gebunden, die von den Mitgliedstaaten vorgelegt werden müssen und von der Europäischen Kommission bewertet werden. Dass die Länder die Pläne selbst machen und die Europäische Kommission diese nicht vorschreibt, sondern nur prüft, erhöht das sogenannte Ownership und die Umsetzungschancen. Die produktive Nutzung der umfangreichen Hilfsgelder ist als Grundvoraussetzung dafür anzusehen, dass sich die Solidarität auch auf lange Sicht als sinnvoll erweist. 

Datei herunterladen
Auf Solidarität muss Solidität folgen
Berthold Busch / Jürgen Matthes Externe Veröffentlichung 15. Februar 2022

Auf Solidarität muss Solidität folgen

Datei herunterladen Zitieren

Kopieren Sie die Informationen:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Institut der deutschen Wirtschaft Institut der deutschen Wirtschaft

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Welchen Rahmen Unternehmen für Data Sharing wirklich brauchen
Vera Demary IW-Policy Paper Nr. 2 16. Mai 2022

Der Data Act: Welchen Rahmen Unternehmen für Data Sharing wirklich brauchen

Die Europäische Kommission hat am 23. Februar 2022 einen Entwurf für ihren Data Act, der in der offiziellen Übersetzung auf Deutsch als Datengesetz bezeichnet wird, vorgelegt.

IW

Artikel lesen
Hubeterus Bardt bei phoenix Video 5. Mai 2022

Geberkonferenz: „Es ist vor allem auch ein Signal der ökonomischen Solidarität”

Bei einer internationalen Geberkonferenz für die Ukraine sind mehr als sechs Milliarden Dollar zusammengekommen. In der Sendung phonix vor Ort ordnet IW-Wissenschaftsleiter Hubertus Bardt die Summe ein.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880