1. Home
  2. Studien
  3. In die Zukunft investieren: Ergebnisse aus einer aktuellen Unternehmensbefragung im IW-Zukunftspanel für eine neue industriepolitische Agenda
Gutachten 12. Februar 2025 Adriana Neligan / Thilo Schaefer / Edgar Schmitz In die Zukunft investieren: Ergebnisse aus einer aktuellen Unternehmensbefragung im IW-Zukunftspanel für eine neue industriepolitische Agenda

Die Transformation in Richtung Klimaneutralität und Zukunftsfähigkeit benötigt massive öffentliche und private Investitionen. Für das Gelingen sind laut der Transformationspfade-Studie von BCG/IW/BDI (2024) Mehrinvestitionen in Höhe von rund 1,4 Bio. Euro bis 2030 notwendig.

PDF herunterladen
Ergebnisse aus einer aktuellen Unternehmensbefragung im IW-Zukunftspanel für eine neue industriepolitische Agenda
Gutachten 12. Februar 2025 Adriana Neligan / Thilo Schaefer / Edgar Schmitz

In die Zukunft investieren: Ergebnisse aus einer aktuellen Unternehmensbefragung im IW-Zukunftspanel für eine neue industriepolitische Agenda

Studie im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie e. V. (BDI). Die Befragung ist Teil des Projekts „Transformationspfade“, das der BDI gemeinsam mit der Boston Consulting Group (BCG) und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) umgesetzt hat.

Adriana Neligan / Thilo Schaefer / Edgar Schmitz Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Die Transformation in Richtung Klimaneutralität und Zukunftsfähigkeit benötigt massive öffentliche und private Investitionen. Für das Gelingen sind laut der Transformationspfade-Studie von BCG/IW/BDI (2024) Mehrinvestitionen in Höhe von rund 1,4 Bio. Euro bis 2030 notwendig.

Da mehr als zwei Drittel davon durch private Investitionen gestemmt werden müssen, ist es dringend notwendig die hiesigen Investitionsbedingungen zu verbessern. Eine aktuelle repräsentative Unternehmensbefragung von knapp 1.000 Unternehmen der Industrie und unternehmensnahen Dienstleistungsbranchen im Rahmen des IW-Zukunftspanels illustriert die Probleme und liefert Antworten, wie die aktuelle Investitionsschwäche überwunden werden kann:

  • Jedes vierte Unternehmen hat zuletzt nicht mehr investiert, weder darin, die Maschinen und Anlagen auf dem aktuellen Stand zu erhalten, noch sie zu ersetzen. Ein Drittel der Unternehmen haben das für die Zukunft auch nicht geplant. Das größte Problem ist Ungewissheit: Wer nicht weiß, welche Technologie künftig politisch gewollt ist, investiert keine Millionen in neue Anlagen.
  • Damit Unternehmen in Deutschland mehr investieren, ist eine Deregulierungsoffensive erforderlich. 3 von 5 Unternehmen leiden besonders unter überbordender Bürokratie und wünschen sich dringend Entlastungen und schnellere Genehmigungsverfahren. Bleiben sie aus, investieren die Unternehmen anderswo.
  • Unternehmen investieren dort, wo sie Absatzchancen sehen. Der Klimaschutz wäre ein Geschäftsfeld – allerdings konkurrieren bei drei von zehn Unternehmen Investitionen in den Klimaschutz mit anderen Vorhaben. Es braucht deshalb viel mehr grüne Nachfrage, beispielsweise durch die öffentliche Beschaffung oder grüne Industriestandards und gezielte staatliche Unterstützung.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen wünschen sich verlässliche politische und rechtliche Rahmenbedingungen. Unternehmen benötigen ein besseres Erwartungsmanagement, Planungssicherheit und konkrete Investitionsanreize, um mehr zu investieren. Versorgungssicherheit ist in erster Linie ein Industriethema, denn jedes zweite Industrieunternehmen fordert wettbewerbsfähige Energie- und Stromkosten. Hierfür benötigt die Industrie eine gezielte und planungssichere Entlastung, da die Kosten im internationalen Vergleich schlicht zu hoch sind.

Ersatz- und Erhaltungsinvestitionen müssen für die Zukunft gestärkt werden, um Investitionsstaus zu vermeiden. Deutlich seltener wird in die Erweiterung und FuE/Innovationen investiert. Insbesondere kleine Industrieunternehmen investieren weniger. Zukunftsinvestitionen in die Erweiterung und FuE in Antriebswende, Energiewende, Wärmewende, Digitalisierung und Gesundheitswesen müssen dringend mobilisiert werden.

Damit die Transformation gelingen kann, braucht es zielgerichtete Investitionsanreize in den Klimaschutz. Dafür gilt es Innovationen im Bereich klimafreundliche Technologien zu fördern, wo für die Transformation notwendige Investitionen nicht (ausreichend) getätigt werden. Unternehmen, die in Wachstum und Innovation investieren wollen, sollten besser unterstützt werden, zum Beispiel über bessere steuerliche Rahmenbedingungen sowie auch innovationspolitische Maßnahmen. Zwei von fünf Unternehmen stellen Klimaschutzinvestitionen aufgrund von sich zu oft ändernden Regularien zurück. Verlässliche Investitionsbedingungen sind somit das A und O für eine erfolgreiche Transformation.

PDF herunterladen
Ergebnisse aus einer aktuellen Unternehmensbefragung im IW-Zukunftspanel für eine neue industriepolitische Agenda
Gutachten 12. Februar 2025 Adriana Neligan / Thilo Schaefer / Edgar Schmitz

In die Zukunft investieren: Ergebnisse aus einer aktuellen Unternehmensbefragung im IW-Zukunftspanel für eine neue industriepolitische Agenda

Studie im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Industrie e. V. (BDI). Die Befragung ist Teil des Projekts „Transformationspfade“, das der BDI gemeinsam mit der Boston Consulting Group (BCG) und dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW) umgesetzt hat.

Adriana Neligan / Thilo Schaefer / Edgar Schmitz Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Mehr zum Thema

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Bürokratielasten aus Sicht der deutschen Wirtschaft
IW-Policy Paper Nr. 4 7. März 2026 Klaus-Heiner Röhl / Susanne Seyda / Edgar Schmitz

Bürokratielasten aus Sicht der deutschen Wirtschaft

Die Unternehmen in Deutschland beklagen eine stetig anwachsende Belastung aus bürokratieträchtigen Gesetzen und Verordnungen.

Klaus-Heiner Röhl / Susanne Seyda / Edgar Schmitz IW

Artikel lesen
IW-Trends Nr. 4 26. Januar 2026 Hubertus Bardt et al.

Die Rolle der Privatwirtschaft in der Gesamtverteidigung Deutschlands

Die Studie analysiert die Rolle der Privatwirtschaft in der zivilen und militärischen Landesverteidigung Deutschlands vor dem Hintergrund der verschärften Sicherheitslage in Europa.

Hubertus Bardt / Simon Gerards Iglesias / Alexander Radunz / Klaus-Heiner Röhl IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880