1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Pessimismus herrscht vor
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

IW-Verbandsumfrage 2009 Pressemitteilung Nr. 51 28. Dezember 2008

Pessimismus herrscht vor

„Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise drückt nun auch der Konjunktur in Deutschland ihren Stempel auf. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich deutlich eingetrübt, und auch dem neuen Jahr blicken viele Branchen mit Sorgen entgegen.“ So fasst Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) die Ergebnisse der diesjährigen IW-Verbandsumfrage zusammen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Danach ist die aus dem vergangenen Aufschwung gespeiste Zuversicht weitgehend verschwunden. Von den 43 befragten Wirtschaftsverbänden geben 41 an, die Stimmung in den Unternehmen ihrer Sparte sei schlechter als zum vorherigen Jahreswechsel. Lediglich 2 Branchen bezeichnen sie als unverändert; kein Wirtschaftsbereich berichtet von einer besseren Lage als Ende 2007.

Auf das Jahr 2009 setzen viele Verbände vor diesem Hintergrund keine großen Hoffnungen – die Mehrzahl rechnet mit einer rückläufigen Produktions- und Investitionsentwicklung. „Die globale Wirtschaftsflaute schlägt sich zunehmend in den Umsatzerwartungen nieder.

Dennoch wollen viele Unternehmen die Arbeitsplätze erhalten, weil Fachkräfte rar sind“, führt der IW-Direktor weiter aus. Daher seien die Perspektiven für die Beschäftigung nicht ganz so trüb wie bei den anderen Indikatoren. Hüther warnt aber auch aus einem anderen Grund davor, allzu schwarz zu malen: In den vergangenen Jahren hätten die deutschen Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und könnten daher den derzeitigen Abschwung besser durchstehen als frühere Krisen.

Die Aussichten für 2009 im Einzelnen:

Produktion

• Optimisten sind rar – 24 der 43 befragten Wirtschaftsverbände gehen für das Jahr 2009 von einer etwas niedrigeren Produktion oder einem etwas geringeren Umsatz aus als 2008. Weitere 11 rechnen sogar mit einem starken Rückgang, darunter die Automobilindustrie und der Einzelhandelsverband BAG.

• Lediglich 5 Sparten erwarten gleichbleibende Produktions- bzw. Umsatzzahlen, und gerade einmal 3 Bereiche halten ein Plus für wahrscheinlich.

Investitionen

• Unter anderem aufgrund der schwächeren weltweiten Nachfrage treten große Teile der deutschen Wirtschaft hier auf die Bremse – 29 Branchen werden ihre Investitionen im Jahr 2009 voraussichtlich zurückschrauben.

• Noch 12 Wirtschaftsbereiche haben konstante Investitionsbudgets ihrer Firmen auf der Rechnung, und 2 Sektoren wollen der Krise mit zusätzlichen Investitionen trotzen – die Energie- und Wasserwirtschaft sowie die Automobilindustrie.

Beschäftigung

• Die Unternehmen sind offenbar bestrebt, die Beschäftigungsauswirkungen der Konjunkturkrise im Rahmen zu halten. Zwar meinen 26 Verbände, dass ihre Betriebe im neuen Jahr Arbeitsplätze abbauen müssen, doch immerhin 17 gehen von gleichbleibenden Mitarbeiterzahlen aus.

• Einen Personalzuwachs vermag allerdings keiner der vom IW befragten Wirtschaftsverbände in Aussicht zu stellen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Anhaltende Produktionslücken durch Vorleistungsengpässe
Hubertus Bardt / Michael Grömling im Wirtschaftsdienst Externe Veröffentlichung 24. Januar 2022

Anhaltende Produktionslücken durch Vorleistungsengpässe

Die anhaltenden Probleme bei der Beschaffung von Vorleistungen belasten die deutsche Wirtschaft. Drei Viertel der Unternehmen berichten derzeit von Produktionsausfällen von im Durchschnitt 7 %. Erst ab dem zweiten Halbjahr 2022 wird sich die Situation deutlich ...

IW

Artikel lesen
Michael Grömling Pressemitteilung 23. Januar 2022

Zwei Jahre Pandemie: Corona kostete bisher 350 Milliarden Euro Wertschöpfung

Seit zwei Jahren leidet die deutsche Wirtschaft unter den Folgen der Corona-Pandemie. Zum Jahrestag zieht eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Bilanz: 350 Milliarden Euro an Wirtschaftsleistung sind bisher verloren gegangen. Im ersten ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880