1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Akademikerberufe: Hohe Nachfrage, hohe Löhne
Zeige Bild in Lightbox
Angestellte Ärzte verdienen in Deutschland besonders gut. (© Foto: iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Oliver Koppel / Ruth Maria Schüler Pressemitteilung 12. Oktober 2018

Akademikerberufe: Hohe Nachfrage, hohe Löhne

Angestellte Akademiker gehören weiterhin zu den Top-Verdienern in Deutschland, zeigt eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Besonders gut sind die Löhne in Arzt- und Ingenieurberufen. Gesellschaftswissenschaftler verdienen dagegen deutlich weniger. Generell gilt: Die Industrie zahlt mehr als die öffentliche Hand.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Im Mittel verdienen angestellte Ärzte in Deutschland mehr als 5.700 Euro brutto im Monat. Ähnlich hoch sind die Gehälter in den vom Fachkräftemangel stark betroffenen industrienahen Ingenieursberufen, vor allem im Maschinenbau und der Elektrotechnik. Auch angestellte Juristen verdienen mit rund 5.500 Euro überdurchschnittlich gut.

Langfristig dürften sich zudem die besonders gefragten Softwareentwickler und Programmierer auf einen Spitzenplatz schieben. Derzeit bekommen sie mit 5.300 Euro zwar noch etwas weniger, doch: „Die Digitalisierung führt zu einem enormen Fachkräftemangel, das treibt langfristig auch die Löhne weiter nach oben“, erklärt IW-Wissenschaftler Oliver Koppel. Schon heute suchen Unternehmen und Ämter händeringend nach Informatikern – und gehen oft leer aus. Auf 116 gemeldete offene Stellen kommen derzeit nur 100 Informatiker. Generell zeigt die IW-Studie: Je knapper die Fachkräfte, desto höher die Löhne – zumindest in der Industrie.

Für alle untersuchten Berufsgruppen gilt: Angestellte Akademiker verdienen im öffentlichen Dienst weniger als in der freien Wirtschaft. „Die Löhne im öffentlichen Dienst sind unflexibel und an starre Tarife gebunden“, erklärt Koppel. „Vielen Kommunen fehlt zudem schlicht das Geld, um ähnliche Gehälter wie die Industrie zu zahlen“. Gerade Akademiker in sozialen Berufen sind oft im Dienst der öffentlichen Hand und verdienen daher vergleichsweise wenig. So kommen Heimleiter und Streetworker im Mittel auf rund 3.740 Euro brutto im Monat. Angestellte Gesellschaftswissenschaftler liegen mit 3.400 Euro sogar noch leicht darunter. „In dieser Berufsgruppe konkurrieren besonders viele Bewerber um wenige Stellen, das drückt die Löhne“, erklärt Koppel.

Für die Studie werteten die IW-Wissenschaftler die aktuelle Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit für 15 Akademikerberufsgruppen neu aus. Diese Statistik erfasst nur die Einkommen bis zur ostdeutschen Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung, 2017 waren das 5.700 Euro pro Monat. Betrachtet wurde der Median des Vollzeit-Bruttomonatsentgelts, das heißt, 50 Prozent der Beschäftigten verdienen mehr und 50 Prozent weniger als diesen Betrag.

 

Datei herunterladen

Oliver Koppel / Ruth Maria Schüler: Akademikerberufe – Nicht nur die Nachfrage bestimmt den Preis

IW-Kurzbericht

Datei herunterladen

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Deutschland sieht alt aus
Wido Geis-Thöne Pressemitteilung 14. Oktober 2021

Erwerbstätige in der EU: Deutschland sieht alt aus

Dass die Demografie zunehmend zum Problem für Deutschland wird, ist längst bekannt. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt indes, wie schlecht es tatsächlich um den Arbeitsmarkt steht – und welche europäischen Nachbarn deutlich ...

IW

Artikel lesen
Filiz Koneberg / Lydia Malin / Robert Köppen Gutachten 7. Oktober 2021

KOFA Kompakt 8/2021: Fachkräftesituation in den Hotel- und Gastronomieberufen

Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist von der Corona-Pandemie durch die in der Folge erlassenen Kontaktbeschränkungen sowie zeitweiligen Betriebsverboten besonders stark betroffen.

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880