1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Grenzenloses Kapital macht sich rar
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Europäische Währungsunion Pressemitteilung Nr. 54 11. Dezember 2012

Grenzenloses Kapital macht sich rar

Die Schuldenkrise hinterlässt ihre Spuren an den europäischen Finanzmärkten: Hatte die Euro-Einführung einst die Kapitalströme zwischen den Staaten der Währungsunion beflügelt, fließt aktuell immer weniger Geld über die Grenzen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Diese Tendenz zur Desintegration und Renationalisierung trifft nicht nur die Krisenstaaten, sondern auch Länder mit hoher Kreditwürdigkeit. Als der Euro 1999 eingeführt wurde, hatte das sehr positive Effekte. Denn auf den Finanzmärkten stand Unternehmen und Staaten mit einem Mal deutlich mehr Kapital zur Verfügung, um Investitionen zu finanzieren. Als logische Folge erhöhten sich die Forderungen der Banken aus den wichtigsten Euroländern gegenüber der Eurozone bis 2008 um fast das 4,5-Fache.

Seit der Finanzkrise hat sich der Trend umgekehrt: Zwischen dem zweiten Quartal 2008 und dem ersten Quartal 2012 sind die Bankenforderungen gegenüber der Eurozone um 42 Prozent, gegenüber den Krisenstaaten sogar um mehr als 50 Prozent gesunken. Nach der Lehman-Pleite mussten sich viele Banken gesundschrumpfen, indem sie Kredite abbauten. Im Zuge der Euro-Schuldenkrise kam es vor allem zu einem Rückzug aus den Krisenstaaten. Ob es mit der Desintegration weitergeht, hängt jetzt in erster Linie vom weiteren Krisenverlauf ab.

Jürgen Matthes / Simon Rother
Krisenwirkungen auf die Finanzverflechtungen im Euroraum
IW-Trends 4/2012

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
Deutschland sieht alt aus
Wido Geis-Thöne Pressemitteilung 14. Oktober 2021

Erwerbstätige in der EU: Deutschland sieht alt aus

Dass die Demografie zunehmend zum Problem für Deutschland wird, ist längst bekannt. Eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zeigt indes, wie schlecht es tatsächlich um den Arbeitsmarkt steht – und welche europäischen Nachbarn deutlich ...

IW

Artikel lesen
Adriana Neligan Veranstaltung 6. Oktober 2021

Sustainable Finance: How to finance and achieve global decarbonisation

As governments across the world continue to face the challenge of tackling Covid-19, the current crisis also presents an unprecedented opportunity to reboot global economies in a manner that builds more sustainable, inclusive, and resilient societies, in line ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880