1. Home
  2. Presse
  3. Pressemitteilungen
  4. Bevölkerungsentwicklung: In den Großstädten wird es eng
Zeige Bild in Lightbox In den Großstädten wird es eng
(© Foto: Meinzahn/iStock)
Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Philipp Deschermeier Pressemitteilung Nr. 1 5. Januar 2017

Bevölkerungsentwicklung: In den Großstädten wird es eng

Während viele ländliche Gebiete Deutschlands veröden, boomen die Großstädte. Das wird in den kommenden 20 Jahren so bleiben, zeigen Bevölkerungsprognosen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) für Berlin, Frankfurt und München. Allein Berlin wird 500.000 neue Bewohner gewinnen.

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Derzeit leben rund 3,5 Millionen Menschen in der deutschen Hauptstadt, 2035 dürften es mehr als 4 Millionen sein, rechnen die IW-Forscher vor. Das ist ein Zuwachs um knapp 15 Prozent. Ähnlich stark wird auch die Bevölkerung in München wachsen, nämlich um mehr als 14 Prozent auf 1,66 Millionen. In Frankfurt am Main werden 2035 fast 814.000 Menschen leben – plus 11 Prozent.

Für den Boom der Großstädte gibt es verschiedene Gründe. „Besonders viele junge Menschen und Ausländer zieht es in die Metropolen“, erklärt IW-Forscher Philipp Deschermeier. Sie kommen in die Großstädte, um dort zu studieren, eine Ausbildung zu beginnen oder ihren ersten Job anzunehmen. Senioren versprechen sich eine bessere Versorgung, ein attraktiveres Freizeitangebot und mehr soziale Kontakte. Hinzu kommt, dass in Bürozentren viele neue Arbeitsplätze entstanden sind.

Mehr als 4 Millionen Berliner

Inhaltselement mit der ID 11003 Inhaltselement mit der ID 11004

Der Zuzug vornehmlich jüngerer Menschen nach Berlin, Frankfurt und München wirkt sich auch auf das Durchschnittsalter der dortigen Bevölkerung aus. 2035 wird der Durchschnittsdeutsche laut IW-Berechnungen 46,7 Jahre alt sein. In Frankfurt hingegen wird das durchschnittliche Alter bei 42,5 Jahren liegen, in Berlin bei 42,2 Jahren und in München sogar nur bei 41,4 Jahren. Zugleich wird es in allen drei Städten mehr Kinder unter 15 Jahre und Senioren über 67 geben.

Für diese Veränderungen müssen sich die Großstädte wappnen. Insbesondere müssen die verantwortlichen Politiker dringend benötigten Wohnraum schaffen. „Bereits heute besteht ein Nachholbedarf“, sagt Deschermeier. „Das gilt auch für Kindergartenplätze und den öffentlichen Personennahverkehr, der künftig noch mehr Menschen transportieren muss."

PDF herunterladen
Stochastische Bevölkerungsprognosen für Berlin, München und Frankfurt am Main bis 2035
Philipp Deschermeier IW-Report Nr. 39 19. Dezember 2016

Die Großstädte im Wachstumsmodus: Stochastische Bevölkerungsprognosen für Berlin, München und Frankfurt am Main bis 2035

PDF herunterladen

Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Institut der deutschen Wirtschaft (IW)

Teilen Sie diesen Artikel:

oder kopieren Sie den folgenden Link:

Der Link wurde zu Ihrer Zwischenablage hinzugefügt!

Mehr zum Thema

Artikel lesen
The difficulties of universal redistribution in times of welfare chauvinism
Matthias Diermeier / Judith Niehues im LSE-Blog Gastbeitrag 17. Juni 2022

The difficulties of universal redistribution in times of welfare chauvinism

Previous studies have found substantial support across Europe for the creation of a universal basic income system. Yet as Matthias Diermeier and Judith Niehues explain, there is also widespread support for restricting the access of immigrants to state ...

IW

Artikel lesen
Matthias Diermeier / Judith Niehues in Rationality and Society Externe Veröffentlichung 17. Juni 2022

Towards a nuanced understanding of anti-immigration sentiment in the welfare state: a program specific analysis of welfare preferences

The literature on immigration and the welfare state describes a trade-off between immigration and welfare support. We argue for a more nuanced view of welfare chauvinism that accounts for different motivational channels, specific welfare programs and ...

IW

Mehr zum Thema

Inhaltselement mit der ID 8880